England forciert Van Praag

Sport / 07.09.2016 • 21:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Spanier Angel Maria Villar zog seine Kandidatur für das Amt des UEFA-Präsidenten zurück.

London. Der englische Fußballverband FA setzt sich im UEFA-Präsidentschaftswahlkampf im Gegensatz zu anderen namhaften Nationen für den Außenseiter Michael van Praag ein. Dies teilte die FA mit. Wenige Stunden zuvor hatte der Spanier Angel Maria Villar seine Kandidatur zurückgezogen, der Slowene Aleksander Ceferin ist damit neben Van Praag der einzige verbliebene Anwärter. Der Niederländer Van Praag verkörpert nach Ansicht von Englands Spitzenfunktionären in einem entscheidenden Moment für den Fußball eine starke und glaubwürdige Führung. Das UEFA-Exekutivmitglied habe einen „beispielhaften Ruf“, er könne die europäischen Verbände mit Würde und Integrität vertreten, urteilten die FA-Bosse.

Österreich noch unentschlossen

Van Praag ist bei der Wahl auf dem UEFA-Kongress am 14. September in Athen allerdings nur Außenseiter im Zweikampf mit Ceferin. Der deutsche Fußball-Bund hat Ceferin seine Unterstützung zugesagt und auch viele andere namhafte Verbände setzen sich für den Slowenen ein. Österreichs Verband (ÖFB) wollte seine Präferenzen Anfang der Woche nicht nennen.

UEFA- und FIFA-Vizepräsident Villar hatte seinen Rückzug damit begründet, dass er sich lieber auf seine Wiederwahl als Präsident des spanischen Verbandes (RFEF) konzentrieren wolle. Die Chancen bei der UEFA-Wahl dürften aber ohnehin gering gewesen sein. Spaniens Liga-Präsident Javier Tebas, ein offener Kritiker Villars, meinte: „Seine Chancen auf das Präsidentenamt der UEFA sind geringer als die meines fünfjährigen Sohnes.“