Ceferin Favorit für Platini-Nachfolge

Sport / 12.09.2016 • 21:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Aleksandar Ceferin will UEFA-Präsident werden.  Foto: afp
Aleksandar Ceferin will UEFA-Präsident werden. Foto: afp

Nach der FIFA wählt auch die UEFA in Athen einen neuen Präsidenten.

nyon. Gesucht wird der Nachfolger von Michel Platini, der wegen der Korruptionsenthüllungen sein Amt aufgeben musste. In Athen kommt es morgen unter 55 Mitgliedsverbänden zur Kampfabstimmung zwischen zwei recht unterschiedlichen Kandidaten: Der Slowene Aleksander Ceferin ist der Favorit, der Niederländer Michael van Praag der Außenseiter. Der europäische Fußball lebt seit mehreren Monaten in einem Machtvakuum. Im vergangenen Oktober war Präsident Michel Platini von der FIFA-Ethikkommission suspendiert worden, Ende Februar stieg UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino zum FIFA-Präsidenten auf. Die Geschäfte führte seither der Spanier Angel Maria Villar Llona. Er wollte sich zunächst ebenfalls zum Präsidenten wählen lassen, zog seine Kandidatur allerdings vor wenigen Tagen zurück.

Nun treten Ceferin und Van Praag gegeneinander an. Beide sind Präsident ihres nationalen Verbandes. Van Praag ist zudem seit sechs Jahren Mitglied der UEFA-Exekutive. Obwohl der Niederländer über mehr Erfahrung als Fußball-Funktionär und über ein größeres Netzwerk verfügt, gilt er bloß als Außenseiter.

ÖFB hat sich nicht deklariert

Viele kleine Verbände sehen im Slowenen Ceferin eher einen Verbündeten, andere wollen keinen Mann der Exekutive ins höchste Amt hieven. U. a. wird Ceferin von Deutschland, Frankreich, Russland sowie kleineren Verbänden aus Nord- und Osteuropa unterstützt. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat sich bisher noch nicht deklariert, ob er Ceferin oder Van Praag unterstützt.