Beim Neubeginn überraschen

02.11.2016 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Roger Bader dirigiert das Eishockey-Nationalteam zum ersten Mal in Alleinverantwortung. Foto: gepa
Roger Bader dirigiert das Eishockey-Nationalteam zum ersten Mal in Alleinverantwortung. Foto: gepa

Erste Bewährung für eine stark verjüngte Eishockey-Nationalmannschaft.

Budapest. Die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea wurde beim Turnier in Riga verpasst, Österreichs Eishockey-Nationalteam kann einen Neuaufbau angehen. Im ersten Turnier als Vorbereitung für die B-Weltmeisterschaft, die mit großer Wahrscheinlichkeit von Minsk nach Innsbruck umgeleitet wird, treffen Stefan Ulmer und Kollegen in Budapest auf Italien (heute 15.30 Uhr) und Südkorea (Samstag, 16.30 Uhr), ehe am Sonntag das Kreuzspiel gegen einen Kontrahenten aus der Gruppe A (Ungarn, Dänemark, Polen) wartet.

Spieler sind hungrig

„Alle Spieler sind hungrig, das habe ich in den Einzelgesprächen bereits gemerkt“, sagt Trainer Roger Bader, der im Vorfeld des Turniers jeden Spieler einzeln am Telefon über die Nominierung informierte. „Wir hatten drei Tage Zeit, uns fokussiert auf diese Challenge in Budapest vorzubereiten.“ Im Vergleich zur Olympiaqualifikation sind 19 neue Spieler dabei. „Wir wollen schnelles Eishockey spielen und mit unserer Spielweise überraschen.“

Nach der Absage von Johannes Bischofberger ist Vorarlberg in Ungarn noch mit acht Spielern vertreten. Zu David Madlener, Alexander Pallestrang, Stefan Ulmer, Manuel Ganahl, Raphael Herburger, Fabio Hofer, Patrick Obrist und Daniel Woger gesellen sich noch Kotrainer Markus Peintner und Tormanntrainer Reinhard Divis.

Italien mit acht Legionären

Das Nationalteam trifft in der Gruppe B heute zum Auftakt auf die Auswahl von Italien. Acht Legionäre hat Teamchef Stefan Mair einberufen, fünf davon verdienen ihre Brötchen in der Schweiz. Im Tor wurde mit Gianluca Vallini (Gröden) und Marco De Filippo Roia (Cortina) ein Duo aus der Alps Hockey League nominiert. Weitere AHL-Akteure sind Stefano Marchetti (Asiago), Raphael Andergassen (Pustertal), Simon Kostner (Ritten) und Davide Conci (Asiago). Der Erste-Bank-Liga-Klub HCB Südtirol ist durch Alex Gellert, Daniel Glira, Hannes Oberdörfer, Marco Insam, Luca Frigo, Anton Bernard und Markus Gander vertreten.

Österreichs bisherige Saisonbilanz ist wenig berauschend: in sechs Spielen gab es Niederlagen gegen die Slowakei (0:2), Norwegen (1:6, 2:6), Lettland (1:8), Deutschland (0:6) und mit einem 3:0 gegen Japan nur einen Sieg.

Wir wollen mit unserer Spielweise überraschen.

Roger BAder