Keine Remis mehr bei WM

Sport / 09.12.2016 • 22:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
FIFA-Präsident Gianni Infantino ist ein Verfechter von 48 WM-Teams. Foto: gepa
FIFA-Präsident Gianni Infantino ist ein Verfechter von 48 WM-Teams. Foto: gepa

Bericht über FIFA-Plan: Ab 2026 soll mit 48 Teams in 16 Dreiergruppen gespielt werden.

london. In der Diskussion über eine Aufstockung der WM-Teilnehmer auf bis zu 48 Teams gibt es bei der FIFA offenbar einen weiteren revolutionären Plan. Wie die englische Zeitung „The Times“ berichtete, wird beim Fußball-Weltverband erwogen, Unentschieden in der Gruppenphase abzuschaffen. Stattdessen solle bei einem Remis nach 90 Minuten immer Elfmeterschießen zur Ermittlung des Siegers folgen.

FIFA-Chef Gianni Infantino hatte zuletzt eine WM-Version mit 16 Dreiergruppen ins Spiel gebracht. Mit der Elfmeter-Variante soll in diesem Modell verhindert werden, dass in der letzten Partie jeder Gruppe beiden Teams ein Remis reichen würde, um auf Kosten der dritten Mannschaft in die nächste Runde einzuziehen. In der K.-o.-Phase gibt es dann wie gehabt immer einen Sieger, spätestens nach Verlängerung und Elfmeterschießen.

Das FIFA-Council soll bei seiner nächsten Sitzung am 9. und 10. Jänner über eine mögliche WM-Ausweitung ab der Endrunde 2026 entscheiden. Vier Vorschläge werden dem Vernehmen nach noch als Optionen gehandelt, darunter Erhöhungen auf 40 oder 48 Teams. Die ebenfalls noch aufgeführte bisherige Turnier-Version mit 32 Mannschaften gilt in FIFA-Kreisen bereits definitiv als 2018 in Russland und 2022 in Katar letztmals angewandtes Auslaufmodell.

Auch Königsklasse vor Reform

Die europäische Fußball-Union (UEFA) hat bereits angekündigt, die Champions League zu reformieren. Ab der Saison 2018/19 sollen die vier Top-Nationen der UEFA-5-Jahreswertung je vier Fixplätze für die Gruppenphase erhalten. Nach dem derzeitigen Stand wären das Spanien, Deutschland, England und Italien. Einen detaillierten Plan für die Neuverteilung der Startplätze will die UEFA noch im Dezember präsentieren. Für die kleinen Verbände hat die Reform wohl negative Auswirkungen, da künftig weniger Plätze über die Qualifikation ausgespielt werden sollen. Demnach sollen nur noch sechs Plätze (vier im Meisterweg, zwei über den Nicht-Meister-Weg) vergeben werden – bisher waren es noch zehn Plätze (5+5).