Dem Verband gehen die Damen aus

Sport / 06.01.2017 • 18:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Cornelia Hütter muss acht Monate Trainingspause hinnehmen gepa
Cornelia Hütter muss acht Monate Trainingspause hinnehmen gepa

Der jüngste Ausfall von Cornelia Hütter vergrößert die Sorgen von Damenchef Kriechbaum.

zagreb. Cornelia Hütter wurde in der Privatklinik Hochrum von ÖSV-Arzt Christian Hoser erfolgreich operiert. Für die Steirerin beginnt der lange Weg zurück. „Es ist alles gut verlaufen, auch die Nacht war schmerzfrei und ich konnte gut schlafen. Ich kann schon wieder recht positiv auf die nächste Zeit blicken. Die vielen Nachrichten über die sozialen Medien geben mir Kraft und motivieren mich für die kommenden Monate“, so Cornelia Hütter nach der Operation.

Erst kürzlich kehrte die zweifache Gesamtweltcupsiegerin Veith nach 14-monatiger Verletzungspause vorsichtig zurück, gleichzeitig verlor man diesen Winter aber praktisch in jeder Disziplin wieder die Beste. Zuerst Brem, dann Slalom-Spezialistin Carmen Thalmann, nun Hütter. Zwischendurch mussten Talente wie Tamara Tippler, Ricarda Haaser oder zuletzt Katharina Gallhuber mit kleineren Blessuren pausieren. Das Slalom-Team ist seit zwei Jahren ohne Podestplatz.

„Es ist sehr verhext und sehr traurig, dass es eine nach der anderen erwischt. Ich persönlich habe in meiner Trainerzeit noch nie annähernd so etwas erlebt und kann mich auch nicht erinnern, dass es schon einmal so extrem war“, sagte der Damen-Rennsportleiter. „Irgendwo glaubt man dann nicht mehr an Zufall.“

Die stärkste in der ÖSV-Equipe war im bisherigen Saisonverlauf Stephanie Brunner. Nach dem Ausfall von Eva-Maria Brem für den Rest des Winters schaffte es die Tirolerin zwar noch nicht ganz, als Podestfahrerin in die Bresche zu springen, mit den Rängen vier (Sölden), acht (Sestriere) und fünf (Semmering I) war sie aber dreimal recht knapp dran.

Maze sorgt für Verwirrung

Tina Maze hat das Verwirrspiel um ihr Karriere-Ende auch vor ihrem vermeintlich letzten Auftritt heute beim Riesentorlauf in Maribor fortgesetzt. Die Slowenin deutete bei der 50-Jahre-Weltcup-Feier in Zagreb an, sich fit genug zu fühlen, womöglich doch bis 2018 weitermachen zu können. Die 33-Jährige hatte nach einer einjährigen Auszeit vor drei Monaten beim Saisonstart in Sölden einen langatmigen Presseempfang gegeben und dabei über ihre mögliche sportliche Zukunft gesprochen. Dies hatten viele Medien als Rücktrittserklärung ausgelegt. Auch slowenischen Medien gegenüber hatte Maze aber damals wie heute versichert, dass ihr Auftritt diesen Samstag beim Heim-Riesentorlauf in Maribor ihr letzter sein werde.

Irgendwo glaubt man dann nicht mehr an Zufall.

Jürgen Kriechbaum