Showdown in Richtung Endzone

Sport / 13.01.2017 • 21:09 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Super-Neulinge: Quarterback Dak Prescott übergibt den Ball an Runningback Ezekiel Elliott. Foto: AFP
Die Super-Neulinge: Quarterback Dak Prescott übergibt den Ball an Runningback Ezekiel Elliott. Foto: AFP

Klassiker Dallas Cowboys gegen Green Bay Packers der Hit des NFL-Wochenendes.

Schwarzach. Nach einer spielfreien Woche steigen am Samstag und Sonntag vier Super-Bowl-Kandidaten ins Play-off der National Football League (NFL) ein. Topfavorit New England bekommt es im AFC-Halbfinale mit den Houston Texans zu tun, während es in Texas zum NFC-Klassiker zwischen den Dallas Cowboys und den Green Bay Packers kommt.

Bei den Cowboys legt am Sonntag (22.40 Uhr MEZ) das bisher so überzeugende Rookie-Gespann Dak Prescott und Ezekiel Elliott seinen ersten Auftritt in den Play-offs hin. Während Packers-Quarterback Aaron Rodgers seine überragende Form letztes Wochenende beim 38:13-Sieg im Wild-Card-Spiel über die New York Giants eindrucksvoll zeigte, müssen die Cowboys-Jungstars ihre Qualitäten in der „Postseason“ noch unter Beweis stellen.

In der regulären Saison waren Quarterback Prescott und Runningback Elliott in ihrer ersten Saison als Profis allerdings die großen Überraschungen. Sie hatten großen Anteil daran, dass Dallas mit 13 Siegen und drei Niederlagen den ersten Platz in seiner Division NFC East erreichte.„Ich werde einfach weiter der sein, der ich bin“, gab sich der 23-jährige Prescott entspannt. Der Bedeutung der Partie ist er sich aber bewusst. „Es ist ein großes Spiel. Man gewinnt oder fährt nach Hause“, sagte der 23-Jährige, der den etatmäßigen Quarterback Tony Romo schnell vergessen machte. Prescott sorgte für 23 Touchdowns und stellte einige Rookie-Rekorde auf.

Elliott, mit 15 erlaufenen Touchdowns im Grunddurchgang als erster Neuling seit 18 Jahren Bester auf seiner Position, war unter der Woche in einen Autounfall verwickelt, blieb aber ohne Verletzung. „Ich denke, dass das noch längst nicht alles war. Ich bin ein Wettkämpfer und erwarte, dass ich das auch in den größten Spielen zeige“, kündigte der 21-Jährige zuversichtlich an.

Bei den Packers könnte Rodgers Lieblings-Receiver Jordy Nelson, der sich am Sonntag vor einer Woche eine Rippenverletzung zuzog, noch rechtzeitig fit werden. Im Grunddurchgang zerlegten die Cowboys die Packers im Oktober im eigenen Stadion mit 30:16, mittlerweile ist Green Bay aber seit sieben Spielen unbesiegt.

Dallas und Green Bay standen sich in den NFL-Play-offs bisher siebenmal gegenüber, im ersten Duell setzten sich am 1. Jänner 1967 die Packers 34:27 durch. Insgesamt halten aber die Cowboys einen kleinen Vorteil, der fünffache NFL-Meister gewann vier Partien. Berücksichtigt man auch die Begegnungen in der Regular Season, ist die Serie mit jeweils 17 Siegen ausgeglichen. Die Green Bay Packers erzielten 780 Punkte, die Cowboys 777.

Brady und Co. Favoriten

In der American Football Conference sind die New England Patriots im Grunddurchgang das Maß der Dinge gewesen. Das Team um Star-Quarterback Tom Brady gewann 14 Spiele und leistete sich nur zwei Niederlagen. Dabei erwies sich die Patriots-Defense als beste Combo der NFL, die Offensive brachte es auf die drittmeisten Punkte. Houston, das in der Wild-Card-Runde mit einem 27:14 gegen die Oakland Raiders in das Conference-Halbfinale einzog, sollte für den vierfachen Super-Bowl-Champion am Sonntag (02.15 Uhr MEZ) im Normalfall keine Hürde darstellen.

Die beste Offensive im Grunddurchgang stellten die Atlanta Falcons. Schwächen hat das Team aus dem Bundesstaat Georgia allerdings in der Lauf-Verteidigung, was für Seattle eine Chance bieten könnte, wenn Thomas Rawls einen starken Tag erwischt wie in der Vorwoche beim 26:6-Erfolg gegen die Detroit Lions. Da lief der Running Back 161 Yards heraus und verbuchte einen Touchdown. Die Partie findet am Samstag (22.35 Uhr MEZ) statt.

Am Sonntag (19.05 Uhr MEZ) eröffnet das Duell der Kansas City Chiefs mit Super-Bowl-Rekordsieger Pittsburgh Steelers den Spieltag. Der sechsfache Meister Pittsburgh besitzt mit Running Back Le’Veon Bell und Receiver Antonio Brown zwei der spektakulärsten Offensivkräfte der Liga, die in der Vorwoche beim 30:12 gegen die Miami Dolphins ihre Klasse demonstrierten. Gegen die ausgeglichenen Chiefs zeichnet sich jedoch ein härterer Schlagabtausch ab.

Die Vorzeichen sind eindeutig: Entweder ziehen wir ins Finale ein oder die Saison ist beendet.

Dak Prescott