Eis und „Schoggi“ als Erfolgsrezept

20.01.2017 • 19:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Roger Federer zündete in Melbourne gegen Berdych den Turbo und trifft im Achtelfinale auf den Japaner Kei Nishikori. Foto: ap
Roger Federer zündete in Melbourne gegen Berdych den Turbo und trifft im Achtelfinale auf den Japaner Kei Nishikori. Foto: ap

Roger Federer fertigt bei Australian Open Berdych im Eiltempo mit 6:2, 6:4, 6:4 ab.

Melbourne. Mit Süßigkeiten zur Gala: Dank einer famosen Vorstellung hat sich Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer ins Achtelfinale der Australian Open in Melbourne gespielt. Der an Position 17 gesetzte Schweizer entzauberte den ehemaligen Wimbledonfinalisten Tomas Berdych aus Tschechien beim 6:2, 6:4, 6:4 in nur 90 Minuten. Danach verriet der 35-jährige Schweizer den 15.000 begeisterten Zuschauern in der Rod-Laver-Arena sein Erfolgsrezept. „Eis und Schokolade, das lasse ich mir nicht nehmen. Man kann Süßigkeiten essen und trotzdem gut spielen“, sagte Federer und gestand nach dem Sieg im Expresstempo: „Ich habe mich selbst überrascht und könnte nicht glücklicher sein.“ Der Eidgenosse ließ in dem Night-Session-Match keinen einzigen Breakpunkt zu und nahm Berdych viermal den Aufschlag ab. In der Runde der letzten 16 trifft Federer nun auf den einstigen US-Open-Finalisten Kei Nishikori aus Japan, die Nummer fünf der Welt.

Federer könnte in Melbourne der zweitälteste Spieler hinter Ken Rosewall (1972) werden, der ein Grand-Slam-Turnier gewinnt. Der Australier hatte vor 45 Jahren im Alter von 37 Jahren und 62 Tagen den Titel bei seinem Heimspiel geholt. Federer hat bislang viermal (zuletzt 2010) in Melbourne triumphiert.

Andy Murray ganz souverän

Auch der topgesetzte Andy Murray und US-Open-Sieger Stan Wawrinka stehen im Achtelfinale. Einen Tag nach dem sensationellen Ausscheiden von Titelverteidiger Novak Djokovic gab sich der britische Olympiasieger Murray beim 6:4, 6:2, 6:4 gegen den Amerikaner Sam Querrey keine Blöße und ist nach drei Runden noch ohne Satzverlust. Der Weltranglistenerste trifft nun im Match um den Sprung in die Runde der letzten acht auf den Deutschen Mischa Zverev. Der 29-Jährige hatte sich mit 6:1, 4:6, 6:3, 6:0 gegen Malek Jaziri aus Tunesien durchgesetzt und erstmals das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der Schweizer Wawrinka, der das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres 2014 gewonnen hatte, steigerte sich nach schwachem Beginn und behielt gegen Viktor Troicki aus Serbien mit 3:6, 6:2, 6:2, 7:6 die Oberhand.

Kerber fand Turnier-Rhythmus

Bei den Damen feierte Titelverteidigerin und Nummer eins, Angelique Kerber, in der dritten Runde ihren ersten klaren Sieg. Nach dem 6:0, 6:4 über die Tschechin Krystina Pliskova in nur 55 Minuten war die Deutsche erfreut. „Ich glaube, dass ich den Turnier-Rhythmus jetzt gefunden habe.“ Nächste Gegnerin ist Coco Vandeweghe (USA).

Tennis

Australian Open 2017 in Melbourne

Dotation: 35,15 Mill. Euro

Internet: www.ausopen.com

» Damen-Einzel, 3. Runde: Kerber (GER-1) – Pliskova (CZE) 6:0, 6:4, Muguruza (ESP-7) – Sevastova (LAT-32) 6:4, 6:2, Kusnezowa (RUS-8) – Jankovic (SRB) 6:4, 5:7, 9:7, Pawljutschenkowa (RUS-24) – Switolina (UKR-11) 7:5, 4:6, 6:3, Venus Williams (USA-13) – Yingying (CHN) 6:1, 6:0, Vandeweghe (USA) – Bouchard (CAN) 6:4, 3:6, 7:5, Cirstea (ROM) – Riske (USA) 6:2, 7:6(2), Barthel (GER) – Barty (AUS) 6:4, 3:6, 6:3. Achtelfinale (obere Tableau-Hälfte): Kerber – Vandeweghe, Cirstea – Muguruza, Barthel – Venus Williams, Pawljutschenkowa – Kusnezowa.

» Herren-Einzel, 3. Runde: Murray (GBR-1) – Querrey (USA-31) 6:4, 6:2, 6:4, Wawrinka (SUI-4) – Troicki (SRB-29) 3:6, 6:2, 6:2, 7:6(7), Nishikori (JPN-5) – Lacko (SVK) 6:4, 6:4, 6:4, Tsonga (FRA-12) – Sock (USA-23) 7:6(4), 7:5, 6:7(8), 6:3, Federer (SUI-17) – Berdych (CZE-10) 6:2, 6:4, 6:4, Evans (GBR) – Tomic (AUS-27) 7:5, 7:6(2), 7:6(3), Zverev (GER) – Jaziri (TUN) 6:1, 4:6, 6:3, 6:0, Seppi (ITA) – Darcis (BEL) 4:6, 6:4, 7:6(1), 7:6(2); Achtelfinale (obere Tableau-Hälfte): Murray – Zverev, Federer – Nishikori, Wawrinka – Seppi, Tsonga – Evans.

» Herren-Doppel, 2. Runde: Baker/Mektic (USA/CRO) – Jürgen Melzer/Qureshi (AUT/PAK) 6:4, 6:3.