Premiere des Weltcups im Montafon

20.01.2017 • 20:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Siegte im Montafon doppelt: Marielle Goitschel.  Foto: os
Siegte im Montafon doppelt: Marielle Goitschel. Foto: os

Goitschel gewann in Schruns-Tschagguns die Abfahrt und den Slalom.

SChwarzach. (VN-so) Wie schon bei den Rennen in Grindelwald hatten die österreichischen Skidamen auch bei den Heimrennen in Schruns-Tschagguns mit dem Sieg nichts zu tun, zeigten sich aber gegenüber dem Schweizer Klassiker mannschaftlich verbessert.

Überragende Läuferin bei den Rennen im Montafon war die Französin Marielle Goitschel. Schon in der Abfahrt von Grabs nach Tschagguns konnte sich die dreifache Weltmeisterin von Portillo knapp durchsetzen, und zwar mit elf Hundertstel vor Erik(a) Schinegger, die damals noch als junge Frau an den Start gegangen war. Die zierliche Französin Annie Famose lag als Dritte auch nur 37 Hundertstel hinter ihrer siegreichen Landsfrau, während sich Weltcup-Leaderin Nancy Greene mit Rang vier begnügen mussten.

Neben Schinegger gab es auch Weltcuppunkte für Traudl Hecher und Olga Pall. Beste Vorarlbergerin war einmal mehr Heidi Zimmermann, die aber als Elfte Weltcuppunkte knapp verpasste. Daneben kamen auch junge VSV-Läuferinnen bei ihrem Heimrennen zum Einsatz: Wiltrud Drexel (33.), Julia Spettel (36.) und Ingeborg Jochum (43.).

Eine Machtdemonstration

Auch beim Slalom tags darauf war Goitschel nicht zu schlagen. Mit der überragenden Laufbestzeit von 49,80 Sek. konnte sie die zur Halbzeit führende Nancy Greene deutlich abfangen. Die Kanadierin musste sogar noch Annie Famose vorbeiziehen lassen, verließ das Montafon aber als Weltcupführende. Beste ÖSV-Läuferin war Slalomspezialistin Gertrud Gabl, die Rang fünf belegte. Einen Weltcuppunkt gab es auch für Berni Rauter, während die Vorarlbergerinnen erneut punktelos blieben; Heidi Zimmermann war als 13. die Beste. In der Kombination siegte Goitschel vor Famose und erhielt bereits zum zweiten Mal nach 1965 den Goldschlüssel-Pokal.