Für Vonn war es verrückt

Sport / 27.01.2017 • 23:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwere Stürze von Steven Nyman, Valentin Giraud Moine, Eric Guay, Guillermo Fayed.

Garmisch. Von den genannten Sturzopfern auf der Herrenabfahrt in Garmisch hatte der Kanadier Eric Guay ein enormes Masel, dass er bei dem spektakulär aussehenden Sturz, bei dem er sich im Flug komplett verdrehte, wegen des Airbags ohne Verletzungen davonkam und selbst noch auf den Ski ins Ziel fuhr. Bei Giraud Moine besteht Verdacht auf Unterschenkelbrüche, bei Nyman auf Knieverletzung. Und Guillermo Fayed erlitt Meniskus- und/oder Bänderverletzungen im Knie. Auch der Trainingsschnellste, Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen, brachte kein Ergebnis ins Ziel, er rammte ein Tor, tat sich an der Hand weh, kam aber ohne Sturz davon.

Startzeit, Piste und Risiko

„Gestern hatte es minus 10, minus 15 Grad, die Abstimmung war darauf abgestimmt. Die Startzeit lag mit 13 Uhr weiter hinten, um die Zeit sitzen wir normalerweise beim Mittagessen und fahren nicht Rennen. So Sachen hatten heute Einfluss“, versuchte sich Matthias Mayer während der Rennunterbrechung nach dem Crash von Giraud Moine in Ursachenforschung. Weiters würde man, so Mayer, mit der Abfahrtslinie öfters die Riesentorlaufpiste kreuzen, die sei mit Wasser behandelt worden. „Dort ist es eisig, und sonst ist es relativ weich und griffig und das auch nicht bei jedem Tor gleich.“ Es sei der erste Tag bei warmen Temperaturen, der Schnee habe sich nicht überall gewandelt. Dazu käme, dass im Hinblick auf einen WM-Startplatz viele mehr riskieren.

Skistar Lindsey Vonn twittere aus Cortina: „Ich kann mir das Rennen in Garmisch nicht weiter anschauen. Zu viele Verletzungen und Unfälle. Das ist verrückt!“