Marcel Hirscher im „Idealzustand“

Sport / 30.01.2017 • 21:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Entschlossenheit im Kampf um Kristall: Marcel Hirscher.  Foto: ap
Entschlossenheit im Kampf um Kristall: Marcel Hirscher. Foto: ap

Der Wunsch von einem prallen Punktekonto vor der WM hat sich erfüllt.

Garmisch. Zehn Rennen stehen für die Weltcup-Herren in dieser Saison noch auf dem Programm. Marcel Hirscher hat 1260 Zähler auf dem Konto und einen Vorsprung von bereits 432 auf Henrik Kristoffersen, 497 auf Alexis Pinturault und 585 auf Kjetil Jansrud. Die Konkurrenz ist sich einig, dem Salzburger ist die sechste Kristallkugel in Folge wohl nicht mehr zu nehmen.

Pinturault meinte nach seinem vierten Platz im Riesentorlauf von Garmisch, dass Hirscher nicht nur die große, sondern auch die kleine Kristallkugel für die Disziplinwertung holen werde. Davon will Hirscher vor den letzten drei Slaloms (inklusive City Event in Stockholm), zwei Riesentorläufen, drei Abfahrten und zwei Super-G freilich nichts wissen.

Am Ende wird abgerechnet

„Es schaut gut aus, und so muss es weitergehen. Ich möchte mich nicht zu viel
damit beschäftigten. Ich fahre jetzt meine Rennen, und am Ende der Saison wird zusammengerechnet“, sagte der 27-Jährige, der aber zugab, dass das gefüllte Punktekonto ein „Idealzustand“ sind, wie er ihn sich vor den Welttitelkämpfen in St. Moritz gewünscht habe. Hirscher hoffe nun, dass sein „Energielevel“ weiter hoch bleibe.

Hirscher fehlt im Riesentorlauf noch eine Goldmedaille. „Der Sieg in Garmisch nützt dir in Wahrheit für St. Moritz relativ wenig. Da sind wir 3000 m hoch, es ist ein anderer Schnee. Das ist ein neues Rennen, eine neue Möglichkeit, von den Bedingungen her sicher ganz anders“, sagte Hirscher. Der WM-Riesentorlauf wird in 2475 m gestartet.

Hirscher wird ab Montag am Abfahrtstraining teilnehmen (für die Kombination) und hofft auf seinen ersten Renn­einsatz am Mittwoch im Super-G. „Jede Startnummer, die ich bekomme, ziehe ich in St. Moritz an. Wir müssen den Teamchef fragen, aber ich bin parat.“

Ski alpin

Weltcup-Ranking nach Siegen

Damen und Herren

1. Ingemar Stenmark (SWE) 86 Siege

2. Lindsey Vonn (USA)* 77

3. Annemarie Moser-Pröll (AUT) 62

4. Vreni Schneider (SUI) 55

5. Hermann Maier (AUT) 54

6. Alberto Tomba (ITA) 50

7. Renate Götschl (AUT) 46

Marc Girardelli (LUX) 46

9. Marcel Hirscher (AUT)* 43

10. Anja Pärson (SWE) 42

11. Pirmin Zurbriggen (SUI) 40

12. Marlies Schild (AUT) 37

13. Benjamin Raich (AUT) 36

Katja Seizinger (GER) 36

15. Hanni Wenzel (LIE) 33

Bode Miller (USA) 33

Die erfolgreichsten Riesentorläufer im Herren-Weltcup

1. Ingemar Stenmark (SWE) 46

2. Ted Ligety (USA) * 24

3. Michael von Grünigen (SUI) 23

4. Marcel Hirscher (AUT) * 20

5. Alberto Tomba (ITA) 15

6. Hermann Maier (AUT) 14

Benjamin Raich (AUT) 14