Zu Hause zuschlagen

Sport / 03.02.2017 • 21:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Julian Eberhard und Dominik Landertinger möchten bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ein Wörtchen um die Spitzenplätze mitreden. Foto: gepa
Julian Eberhard und Dominik Landertinger möchten bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ein Wörtchen um die Spitzenplätze mitreden. Foto: gepa

Eberhard und Co. planen bei der Biathlon-WM in Hochfilzen Edelmetall.

Hochfilzen. Der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) tritt bei der Biathlon-WM in Hochfilzen mit sieben Herren und sechs Damen an. Das Männer-Aufgebot für die Titelkämpfe vom 9. bis 19. Februar wird von Julian Eberhard, Dominik Landertinger und Simon Eder angeführt. Jenes der Frauen von Lisa Theresa Hauser, Katharina Innerhofer und Dunja Zdouc.

Als Ziel gab die ÖSV-Führung im Trainingslager in Windischgarsten den Gewinn einer Medaille aus. „Die Erwartungshaltung ist hoch, wir fahren dorthin, um eine Medaille zu gewinnen“, sagte der Sportliche Leiter Markus Gandler. Cheftrainer Reinhard Gösweiner schloss sich an. „Eine Medaille wäre super. Eine WM ist kein Wunschkonzert, aber wir haben bei den Herren trotzdem das Potenzial, in jedem Rennen eine zu gewinnen“, meinte Gösweiner.

Das Zeug für eine Medaille

Für Edelmetall kommen wohl am ehesten der einzige Saisonweltcupsieger und -podestläufer Eberhard und der mehrfache WM-Medaillengewinner Landertinger infrage. „Nicht eine Medaille als Ziel auszurufen, wäre falsch. Ich weiß genau, ich fahre da hin, und ich habe das Zeug dazu, und ich möchte eine machen“, betonte Eberhard im Gespräch mit der Austria Presse Agentur voller Selbstvertrauen.

Die von Seriensieger Martin Fourcade angeführte Konkurrenz sei aber sehr stark, und mit kleinen Fehlern lande man schnell weit hinten, gab der Sprintgewinner von Oberhof zu bedenken. „Aber wenn beide Disziplinen wieder so selbstverständlich laufen, dann kann es sein, dass man ganz weit oben steht, und das ist auch das Ziel für die WM“, so der Salzburger.

Gute Gastgeber sein, aber . . .

Wie Eberhard und der zuletzt stark verbesserte Olympia-Zweite Landertinger zählen auch die Herrenstaffel, Hauser und Eder zum erweiterten Favoritenkreis. „Wir wollen gute Gastgeber sein, aber bei der Medaillenvergabe werden wir nichts herschenken“, merkte Gandler an. 2016 in Oslo hatte das ÖSV-Team mit Silber durch Landertinger und Bronze durch Eder über 20 km zwei WM-Podestplätze geschafft. Bei der bis dato letzten WM in Hochfilzen 2005 holte die Männerstaffel Bronze.

In den Einzelrennen der am 9. Februar mit der Mixedstaffel beginnenden Titelkämpfe sind Eberhard, Landertinger, Eder und Daniel Mesotitsch Fixstarter. Sven Grossegger, Lorenz Wäger und David Komatz stehen als Ersatzmänner bereit. Junioren-Weltmeister Felix Leitner fällt wegen einer Fingerverletzung aus.

Bei den Damen ist nur die in diesem Winter mehrfach unter die besten Zehn gelaufene Hauser gesetzt. Die restlichen Kandidatinnen sind Innerhofer, Zdouc, Julia Schwaiger, Fabienne Hartweger und Christina Rieder.

Nicht eine Medaille als Ziel auszurufen, wäre falsch.

Julian Eberhard

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