Christl Scheyer bestand Test und fährt Super-G

Sport / 05.02.2017 • 22:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Österreichs Fünfmäderlhaus für den WM-Super-G in St. Moritz: Nicole Schmidhofer, Anna Veith, Stephanie Venier, Christine Scheyer und Tamara Tippler. Foto: gepa
Österreichs Fünfmäderlhaus für den WM-Super-G in St. Moritz: Nicole Schmidhofer, Anna Veith, Stephanie Venier, Christine Scheyer und Tamara Tippler. Foto: gepa

Das Ski-Ass aus Götzis gibt morgen seine Premiere bei der WM in St. Moritz.

st. moritz. Titelverteidigerin Anna Veith sowie Christine Scheyer, Nicole Schmidhofer, Tamara Tippler und Stephanie Venier werden für Österreich am Dienstag (12 Uhr) im Super-G bei den Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz an den Start gehen. Das große Fragezeichen in der WM-Aufstellung gab es um Scheyer: Die zuletzt von Kniebeschwerden geplagte Götznerin bestand den Formtest beim Training in Seefeld. Zwei Tage vor dem WM-Super-G stand die 22-Jährige wieder auf Ski, mit ihr trainiert unter Roland Assinger erstmals nach ihrer Verletzung auch Nina Ortlieb.Die Kapselreizung im Knie ist abgeklungen, Scheyer bekam in der Aufstellung den Vorzug vor Mirjam Puchner und Ricarda Haaser. Trainer Jürgen Kriechbaum war schon im Vorfeld optimistisch gewesen: „Christine hat zuletzt auch schon wieder Kniebeugen mit über 100 Kilo gemacht, es sollte also funktionieren.“

14 Damen als Glücksfall

Veith ist Titelverteidigerin und schaffte unmittelbar vor den Titelkämpfen als Dritte in Cortina beim dritten Speed-Rennen nach ihrem Comeback einen Podestplatz. Venier und Schmidhofer als Zweite bzw. Vierte in Garmisch waren ebenfalls fix für das erste WM-Rennen auf der Corviglia.

Dass ausgerechnet in einem der punkto Ergebnisse schwächsten Winter überhaupt gleich 14 Damen zur WM dürfen, könnte sich langfristig noch als Glücksfall erweisen. „2015 waren nur zehn Läuferinnen notwendig, um alle Disziplinen abzudecken. Aktuell ist bei uns aber die Spitze eher dünn gesät“, erklärte Kriechbaum. „Glücklicher Weise hat es sich aber so ergeben, dass die Herren diesmal nicht so viele
Plätze brauchen und wir mehr verwenden können. So kommen nun auch aufstrebende Talente wie eine Katharina Gallhuber zu einer WM.“

Für Kriechbaum ist die aktuelle Ausgangslage eine „interessante“ Konstellation. „Es hat sich ja den ganzen Winter abgezeichnet, dass wir nach vorne die eine oder andere Überraschung bieten können. Aber im Favoritenkreis sind wir nicht, das gilt auch für die WM.“

Kriechbaum hofft, dass sich seine Truppe mit gleich zehn WM-Neulingen dennoch wohl fühlt, mutig und furchtlos ans Werk geht. „Eine WM ist ja schon was Besonderes, und auch die Ausgangssituation ist besonders. Wir sind in jeder Disziplin in einer gewissen Außenseiterrolle, das hat auch was Schönes. Denn die Erwartungen sind nicht sehr hoch gesteckt und Medaillen-Spekulationen stellen wir gar nicht erst an. Die Mädchen sollen sich auf ihre eigene Performance konzentrieren und richtig offensiv ans Werk gehen.“

„Unser heißes Eisen“

Auch für Kriechbaum ist Veith trotz ihrer langen Verletzungspause im Super-G „eines unserer heißen Eisen“. Eventuell fehle noch das letzte Alzerl Selbstvertrauen. „Sie hat die Erfolge von früher noch nicht, weil der Saisonstart so spät war. Aber es gibt bei ihr eine positive Entwicklung, und es ist zu hoffen, dass das in St. Moritz so weitergeht.“

Aktuell ist beim Damenteam die Spitze eher dünn gesät.

Jürgen Kriechbaum

Ski-WM

Das Programm in St. Moritz

Heute

Abfahrtstraining Damen 10.30 Uhr

Abfahrtstraining Herren 12.30 Uhr

Dienstag

Super-G Damen 12.00 Uhr

Abfahrtstraining Herren 14.00 Uhr

Mittwoch

Super-G Herren 12.00 Uhr

Abfahrtstraining Damen 14.00 Uhr