Große Freude über das Comeback

Sport / 05.02.2017 • 22:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Julian Wießmeier kann für die Austria wieder Tore schießen.  gepa
Julian Wießmeier kann für die Austria wieder Tore schießen. gepa

24-Jähriger kehrte nach 192 Tagen Verletzungspause auf die Fußballbühne zurück.

schwarzach. Die Austria-Fans durften sich beim 6:0-Testspielsieg gegen den FC Hard über die Rückkehr von Julian Wießmeier freuen. Nach seiner langen Verletzungspause feierte der Deutsche ein 25-minütiges Comeback. Der Spielmacher erlitt im Meisterschaftsspiel gegen BW Linz im August 2016 nach einem schweren Foul einen Wadenbeinbruch am rechten Fuß sowie Bänderrisse am Knöchel inklusive Syndesmoseband.

Wie fühlte sich Ihr erster Einsatz an?

julian Wießmeier: Es war sehr schön, wieder auf Platz zu stehen. Aber gleichzeitig habe ich gemerkt, dass es nicht so einfach ist, nach so einer langen Zeit wieder den Spielrhythmus zu finden. Natürlich muss ich mich wieder an das Tempo gewöhnen. Ich denke, es ist auch eine Kopfsache. Ich möchte mich Stück für Stück in der Vorbereitung verbessern bzw. Spielpraxis sammeln, um der Mannschaft in der Rückrunde wieder helfen zu können.

Wie haben Sie Ihre lange Verletzungspause verarbeitet, bzw. wie sind Sie damit umgegangen?

wiessmeier: Die Verletzung war zuerst ein großer Schock für mich. Als ich dann mit dem Reha-Programm in meiner Heimat begann, wurde mir bewusst, dass ich hart an meinem Comeback arbeiten muss. Hier war auch die großartige Unterstützung meiner Familie und meiner Freunde sehr hilfreich. Jetzt geht es mir schon sehr gut, das eine oder andere Zwicken ist aber noch vorhanden.

Haben Sie, wenn man das sagen kann, auch etwas Positives aus Ihrer Pause mitgenommen?

wießmeier: Ja, ich würde schon sagen. Ich habe gelernt, dass die Gesundheit an oberster Stelle steht. Und ich habe jetzt selbst miterlebt, wie schnell man im Fußball außer Gefecht ist. Ich habe schätzen gelernt, dass kleine Dinge wichtig sind. Zum Beispiel konnte ich mich freuen, als ich zum ersten Mal ohne Krücken laufen durfte.

Sportlich ist es im Herbst für die Austria gut gelaufen. Die Mannschaft liegt auf Platz drei, hat Chancen auf den Aufstieg in die Bundesliga.

wiessmeier: Die Mannschaft hat richtig gut gespielt. Nur schade, dass sie die beiden letzten Spiele nicht gewinnen konnte. Das Klima in der Truppe ist ausgezeichnet. Jeder ist für jeden da.

Mit Raphael Dwamena hat die Austria ihren Goalgetter verloren. Wie sehen Sie das?

wießmeier: Raphael war mit seinen 18 Toren natürlich unheimlich wichtig für uns. Jetzt müssen wir den Abgang kompensieren. Unser Trainerteam wird sich etwas einfallen lassen. Ich denke aber, dass wir trotzdem genug Qualität nach vorne haben.

Hat die Austria das Potenzial, am Ende der Saison ganz oben zu stehen?

wießmeier: Ich glaube schon. Wir haben schon letztes Jahr gezeigt, das wir einen guten Fußball spielen können. Wir werden alles daran setzen, um bis zum Ende der Meisterschaft um den Titel zu spielen. Dafür werden wir in der Vorbereitung noch hart arbeiten müssen.

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