„Titel wäre der perfekte Abschied“

Sport / 06.02.2017 • 22:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Wege von Robert Hedin und Bregenz Handball trennen sich zum Saisonende. Foto: VN/DS
Die Wege von Robert Hedin und Bregenz Handball trennen sich zum Saisonende. Foto: VN/DS

Bregenz-Coach Robert Hedin verlässt zum Saisonende den HLA-Rekordmeister.

Bregenz. (VN-jd) Nach dreijähriger Zusammenarbeit werden sich die Wege von Trainer Robert Hedin und HLA-Rekordmeister Bregenz trennen. Der vor wenigen Tagen 51 Jahre alt gewordene Schwede, der noch einen Vertrag bis Sommer 2018 bei den Festspielstädtern hatte, nützte die Ausstiegsklausel, um sich ab Sommer in seiner näheren Heimat einer neuen Herausforderung zu stellen. „Meine Frau Kari-Anne hat ein interessantes Angebot von einem norwegischen Privatsender bekommen und aus diesem Grund werden wir nach Oslo ziehen. Wir haben drei Kinder, die in den nächsten Jahren in die Schule kommen, und in Summe waren dies die ausschlaggebenden Punkte für die Veränderung“, betont der der 195-fache schwedische Teamspieler, der 1992 und 1996 jeweils Olympia-Silber holte und zudem 1994 EM-Gold sowie ein Jahr zuvor WM-Bronze mit Schweden holte.

Über seine kommende Tätigkeit wollte Hedin keine Auskunft geben. „Es gibt ein konkretes Projekt, doch dazu werde ich erst etwas sagen, wenn die Verträge unterschreiben sind. Auf jeden Fall werde ich bis zum Saisonende noch alles versuchen, dass ich mich nach zwei Vizemeistertiteln nach Möglichkeit mit einem Titelgewinn aus Vorarlberg verabschiede.“

Bezüglich des Nachfolgers gibt man sich im Lager der Festspielstädter noch zurückhaltend. „Natürlich gibt es schon gewisse Überlegungen, doch es wäre zu früh, Namen zu nennen. In dieser Woche wird der aus Ex-Kapitän Gregor Günther, Philipp Radel und Michael Sitte bestehende Sportbeirat die Frage klären, ob wir weiter die Schiene mit einem international renommierten Trainer fahren oder eine österreichische Lösung anstreben. Wenn diese Frage geklärt ist, wird es erst konkrete Gespräche mit möglichen Kandidaten geben“, betont Geschäftsführer Christoph Makovec.

Anfrage bei Markus Burger

Sollte man sich für eine österreichische Lösung entscheiden, wäre sicher Markus Burger eine Option. Während Makovec davon sprach, dass der Name des Ur-Bregenzers in den bisherigen Gesprächen noch nicht gefallen sei, bestätigte Burger, bis vor acht
Jahren als Kotrainer in Bregenz tätig, dass er vor Tagen schon einmal von Präsident Roland Frühstück gefragt wurde, ob er sich grundsätzlich eine Zusammenarbeit vorstellen könne. „Ich habe daraufhin erklärt, dass es aus meiner Sicht generell keinen Grund gibt, der dagegen spricht, sich an einen Tisch zu setzen“, betont der 52-jährige Bregenzer, zuletzt zwischen 2011 und 2015 vier Mal Meister mit dem Alpla HC Hard.

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