Russen bestehen auf die Biathlon-WM 2021

Sport / 08.02.2017 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Russland schickt zwei überführte Doper in Hochfilzen ins WM-Rennen.

Hochfilzen. Der russische Biathlon-Verband RBU will nicht freiwillig auf die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2021 im westsibirischen Tjumen verzichten. Das bestätigte Verbandschef Alexander Krawtsow am Mittwochabend der nationalen Nachrichtenagentur TASS. „Wir sind absolut dagegen, freiwillig auf die WM zu verzichten“, so Krawtsow. Demnach gibt es Überlegungen, gerichtlich gegen die Entscheidung des Weltverbandes IBU vorzugehen.

Nach den schwerwiegenden Dopinganschuldigungen gegen die russischen Skijäger hatte die IBU gestern nach einem außerordentlichen Kongress in Hochfilzen mitgeteilt, dass Russland die Veranstaltung bis zum 24. Februar offiziell zurückgeben soll. Ansonsten entzieht die IBU den Russen das Event. Die WM soll beim ordentlichen Kongress 2018 neu vergeben werden.

31 unter Verdacht

Nachdem Chefermittler Richard McLaren in seinem Bericht festgestellt hatte, dass zu den dopingverdächtigen Athleten aus Russland 31 Biathleten gehören, hatte die IBU zunächst zwei Sportler vorläufig gesperrt und von weiteren Untersuchungen gegen die 29 anderen gesprochen. Später wurden Ermittlungen gegen 22 von ihnen aus Mangel an Beweisen fallengelassen.

Der überführte Doper Alexander Loginow ist heute Teil der russischen Mixedstaffel. Die ebenfalls des Dopings überführte Irina Starych wird einen Tag später im Sprint der Frauen um Medaillen kämpfen. Dies geht aus den offiziellen Startlisten hervor.

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