Berthold muss bei Kombi zuschauen

Sport / 12.02.2017 • 20:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Berthold kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Gepa
Berthold kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Gepa

Marco Schwarz wird Frederic Berthold vorgezogen. Berthold versteht Entscheidung nicht.

St. Moritz. (VN-hk, mip) Als der Gargellener Frederic Berthold am 13. Jänner in der Kombination in Wengen den dritten Rang holte, rechneten viele mit einem Start bei der Ski-WM. Auch er selbst. Heute, Montag, beginnt besagte Kombination um 10 Uhr mit der Abfahrt. Doch Berthold muss zuschauen. Der Kärntner Marco Schwarz erhielt den Vorzug – was Berthold überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie er im Gespräch mit den VN erklärt: „Ich bin schwer enttäuscht und kann nur den Kopf schütteln.“

Denn im Gegensatz zu Berthold hat Schwarz im Weltcup noch keine Kombination bestritten, Schwarz ist allerdings aktueller Staatsmeister in dieser Disziplin. In den Abfahrtstrainings zur Kombination lag Berthold vor Schwarz, zuletzt ist er sogar auf Rang zwei gefahren. „Ich war über eine Sekunde vor Schwarz.“ Dass der Kärntner nun den Vorzug erhält, findet er höchst ungerechet. Der Trainerstab habe agumentiert, dass Schwarz bei der Abfahrt sicher noch besser fahren werde. „Im Training hat er es nicht gezeigt“, macht sich Berthold Luft.

Neben Schwarz starten heute für Österreich Titelverteidiger Marcel Hirscher, Romed Baumann, Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr. Der große Favorit auf den WM-Titel kommt aber aus Frankreich: Alexis Pinturault steht bereits als Weltcup-Kugelgewinner­ fest und hat im Abfahrtstraining einen starken Eindruck hinterlassen. Von den vergangenen vier Weltcupbewerben hat er drei
gewonnen. Aber auch Hirscher und Baumann haben durchaus Medaillenchancen. Vor zwei Jahren gewann Hirscher in Vail/Beaver Creek vor dem Norweger Kjetil Jansrud und dem US-Amerikaner Ted Ligety. Baumann wurde Vierter, Pinturault Fünfter. Seitdem bestritt Hirscher nur zwei Kombinationen. Im Jänner 2016 wurde er im Slalom disqualifiziert, vergangenen Dezember in Santa Caterina war er Zweiter hinter Pinturault und vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der Bewerb wurde allerdings aus Super-G und Slalom zusammengesetzt.

Programm. St. Moritz

Heute

Kombination Herren, Abfahrt 10.00 Uhr

Kombination Herren, Slalom 13.00 Uhr

Qualifikation Riesentorlauf Damen 9.30 Uhr

Dienstag,14. Februar

Teambewerb 12.00 Uhr

Mittwoch, 15. Februar

Ruhetag/Reservetag

Donnerstag, 16. Februar

Riesentorlauf Damen 9.45/13.00 Uhr

Qualifikation Riesentorlauf Herren 9.30 Uhr

Freitag, 17. Februar

Riesentorlauf Herren 9.45 Uhr

Qualifikation Slalom Damen 9.30 Uhr

Samstag,18. Februar

Slalom Damen 9.45/13.00 Uhr

Qualifikation Slalom Herren 9.30 Uhr

Sonntag, 19. Februar

Slalom Herren 9.45/13.00 Uhr

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.