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„Floh“ Worley wird nach Gold-Coup gut schlafen

Von der Statur her klein, aber zwischen den Riesentorlaufstangen die Größte: Tessa Worley auf dem Weg zu WM-Gold. Foto: gepa

Von der Statur her klein, aber zwischen den Riesentorlaufstangen die Größte: Tessa Worley auf dem Weg zu WM-Gold. Foto: gepa

Tessa Worley krönte das Comeback nach ihrer Knieverletzung mit dem WM-Titel im Riesentorlauf.

St. Moritz. Drei Jahre hat es gedauert, ehe Tessa Worley nach ihrer im Dezember 2013 erlittenen Knieverletzung wieder auf dem Podest stand. Das Comeback krönte der „Floh“ mit Riesentorlauf-Gold in St. Moritz. Ob sie noch genug Kraft zum Feiern hatte, konnte die 27-Jährige nicht garantieren. „Aber ich werde diese Nacht schlafen wie ein Baby“, war sich die Freundin von Julien Lizeroux sicher.

Mit den Siegen in Killington, Sestriere und Maribor sowie drei zweiten Plätzen im Riesentorlauf-Weltcup fuhr sich Worley in diesem Winter für die WM in die Topfavoritenrolle. Und wurde dieser eindrucksvoll gerecht. Mit Halbzeitführung und fünfter Laufzeit im Finale holte sie sich die vierte WM-Goldmedaille ihrer Karriere und die zweite in St. Moritz nach Team-Gold am Dienstag.

WM einfach nur genießen

Bei der Schladming-WM 2013 trumpfte die ehemaligen Hobby-Eiskunstläuferin groß auf, holte sich den Titel vor der Slowenin Tina Maze und den Österreicherinnen Anna Fenninger (Veith) und Kathrin Zettel. Am 15. Dezember 2013 gewann sie in St. Moritz einen Weltcup-Riesentorlauf, ehe sie sich zwei Tage später im ersten Durchgang des Courchevel-Rennens das vordere Kreuzband im rechten Knie riss, womit sie auch die Olympischen Spiele von Sotschi verpasste.

Gemeinsame Feier

„Ich habe nicht an die Verletzung gedacht, aber man sieht, dass sich das Kämpfen auszahlt“, sagte die 1,57 m zarte Rennläuferin aus Le Grand Bornand in Hochsavoyen in den französischen Alpen. Ihr Spitzname ist „puce“ (Floh). Sie ist übrigens genauso klein wie die Steirerin Nicole Schmidhofer, die sich zum WM-Auftakt am Dienstag vergangener Woche Super-G-Gold gesichert hatte.

Den Druck, der auf ihr als Topfavoritin lastete, spürte Worley deutlich. „Es hat Spaß gemacht, mit dem Team zu fahren und zu gewinnen, aber heute war der Druck ein bisschen größer. Aber ich habe es geschafft und bin stolz und glücklich. Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben, das Rennen und die WM zu genießen, denn das haben wir nicht jeden Tag. Im richtigen Moment habe ich es geschafft, den Fokus zu halten und nicht an ein Resultat zu denken.“

Doppelstaatsbürgerin Worley, Tochter einer Französin (Madeleine) und eines Australiers (Steven), war nach dem Rennen ziemlich ausgelaugt. „Keine Ahnung, ob ich noch genug Energie zum Feiern habe. Ich will jetzt einfach die Momente genießen. Und meinen Freund umarmen“, sagte sie auf eine entsprechende Frage. Während für Worley die WM vorüber ist, hat Partner Lizeroux am Sonntag noch seinen großen Einsatz. Im Slalom ist er nur Außenseiter auf eine Medaille, den Mannschaftstitel hat man im Hause Worley/Lizeroux gemeinsam gefeiert.

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