Mit dem Smartphone auf den WM-Pisten

Sport / 16.02.2017 • 21:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Lecherin Lara Ortlieb ist in St. Moritz für das Social-Media-Team im Einsatz. Foto: Reiner
Die Lecherin Lara Ortlieb ist in St. Moritz für das Social-Media-Team im Einsatz. Foto: Reiner

Die Vorarlbergerin Lara Ortlieb sorgt in St. Moritz für Einblicke hinter den Kulissen.

St. Moritz. Donnerstagmorgen, kurz vor 9 Uhr. Während auf dem St. Moritzer Hausberg Corviglia die letzten Vorbereitungen für den Start des Damen-Riesenslaloms laufen, steht auch in 18 Kilometern Entfernung alles bereit. Denn in der Gemeinde Zuoz finden in dieser Woche ebenfalls entscheidende Rennen statt. Bei der sogenannten „WM der Exoten“ kämpfen knapp 150 Athleten aus über 70 Nationen in den technischen Disziplinen um einen von insgesamt 100 Startplätzen auf der großen Bühne. An diesem Morgen sind die Herren beim Riesentorlauf an der Reihe. Live vor Ort ist auch Lara Ortlieb.

Social-Media-Expertin

Die 22-jährige Lecherin ist bei der Ski-WM in St. Moritz für das Social-Media-Team im Einsatz. Gemeinsam mit der örtlichen Skilehrerin Amanda Beer zeichnet sie für den Bereich Instagram (#stmoritz2017) verantwortlich. „Wir produzieren jeden Tag eine Instagram-Story zu einem immer anderen Thema“, erzählt Lara während der Bergfahrt mit der Bahn. Aus Fotos, Videos und animierten Bildern entstehen jeweils rund 30 bis 90 Sekunden lange Beiträge, die täglich gegen 16 Uhr online gestellt werden. Ausgerüstet mit ihrem Smartphone war die Tochter von Patrick Ortlieb bereits auf Medaillenfeiern, bei der Audi driving experience, bei der Besichtigung der Abfahrt, auf einem Dorf-Check, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder gemeinsam mit Ski-Fans unterwegs. „Wir versuchen, Einblicke hinter die Kulissen zu geben. Die Storys sollen informativ, aber auch lustig und unterhaltsam sein. Auch wir sind darin meistens zu sehen“, berichtet die Lecherin. Für die Geschichte über die Qualifikation sieht ihr Storyboard unter anderem Interviews mit dem einen oder anderen Athleten sowie Impressionen aus verschiedenen Perspektiven vor, „damit man sieht, wie viele Nationen da sind“.

Von Sotschi bis Rio

Erfahrungen bei Großereignissen konnte die 22-Jährige bereits mehrfach sammeln. So war sie bei den Olympischen Spielen in Sotschi, London und Rio sowie 2015 bei der Ski-WM in Beaver Creek dabei. „Ich habe mir dort schon gedacht, dass ich gerne irgendwas mit Medien machen möchte.“ Seit fast drei Wochen weilt Lara Ortlieb, die im „richtigen Leben“ Wirtschaft und Marketingkommunikation in München studiert, nunmehr im Oberengadin und ist begeistert: „Es ist super angenehm, hier zu arbeiten und eine tolle Erfahrung. Ich finde St. Moritz, gibt sein Bestes für die WM. Am Freitag haben sich beispielsweise Leute beschwert, dass es im Zielgelände zu wenige WCs gibt, am Sonntag wurden sie sofort verdoppelt“, spricht sie ein Lob an die Organisatoren aus. Eine Entlohnung für den WM-Einsatz gibt es zwar nicht, dafür bekommen die freiwilligen Helfer die Ausstattung, Unterkunft, Verpflegung und einen Skipass gestellt. Außerdem kann Lara auf rund 6000 Leute verweisen, die täglich ihre Instagram-Storys sehen . . .

Es ist super angenehm, hier zu arbeiten und eine tolle Erfahrung.

Lara Ortlieb

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