Hirscher zieht in finalen Kugelkampf

Sport / 20.02.2017 • 21:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hirscher zieht in finalen Kugelkampf

Nach der WM in St. Moritz ist vor dem Saisonausklang im alpinen Ski-Weltcup.

St. Moritz. Nach der WM in St. Moritz ist vor dem Saisonausklang im alpinen Ski-Weltcup. Alles läuft darauf hinaus, dass die WM-Superstars Marcel Hirscher aus Salzburg zum sechsten und die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin zum ersten Mal die große Kugel für sich entscheiden werden. Nächste Station ist für die Speed-Herren Kvitfjell, die Damen bleiben in der Schweiz und reisen nach Crans Montana.

Neun Rennen haben die Herren noch auf dem Programm – zwei Riesentorläufe, zwei Slaloms, drei Abfahrten und zwei Super-G. Die
noch anzureisenden Weltcup-Stationen sind nach
Kvitfjell in Norwegen dann kommende Woche Kranjska Gora in Slowenien und danach das Finale in Aspen in den USA.

„In der Gesamtwertung, im Slalom und Riesentorlauf ist der Marcel führend, er hat große Chancen, diese drei Kugeln ins Ziel zu bringen“, sagte ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Pue­lacher über den regierenden Doppelweltmeister Marcel Hirscher. Norwegen-Cheftrainer Christian Mitter hat da etwas dagegen: „Super-G-Kugel, Abfahrts-Kugel – und der Slalom ist noch nicht vorbei. Wir müssen einfach alles mobilisieren. Kvitfjell passt für uns sicher nicht schlecht, und dann schauen wir, wie es weitergeht.“

Hirscher hat in der Gesamtwertung komfortable 432 Punkte Vorsprung auf den Norweger Henrik Kristoffersen und den Franzosen Alexis Pinturault. Er könnte bereits in Kranjska Gora und damit noch vor der USA-Reise auch rechnerisch alles fix machen. Im Slalom liegt Hirscher 60 Zähler vor Titelverteidiger Kristoffersen, im Riesentorlauf sind es 94 auf Pinturault.

Noch komplett offen ist der Kugelkampf in der Abfahrt, Peter Fill (ITA/279) führt vor Jansrud (247), Dominik Paris (ITA/218) und dem Salzburger Hannes Reichelt (200). „Hannes ist da noch voll mit dabei. Wo wir nicht mehr mitspielen, ist im Super-G. Da waren die letzten Ergebnisse mit dem Sieg von Matthias Mayer in Kitzbühel gut, aber da wird die Kugel an Jansrud gehen“, sagte Puelacher.

Puelacher wünscht sich, dass Hirscher „in Ruhe“ zum Finale nach Aspen reisen kann und andererseits Reichelt in der Abfahrt noch voll dabei ist. „Die Abfahrer sind zum Training in Saalbach, wir müssen aufpassen, dass kein Spannungsabfall kommt. Es geht um Weltcuppunkte, Platzierungen und vor allem wieder um die Startliste in die nächste Saison“, sagt der Herren-Chef.

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