Das Wunder blieb aus, Saisonaus für Bulldogs

Sport / 21.02.2017 • 23:07 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Brock McBride musste gegen Kyle Beach einstecken – Dornbirn lieferte den Grazern am Ende noch ein heißes Duell.  Foto: gepa
Brock McBride musste gegen Kyle Beach einstecken – Dornbirn lieferte den Grazern am Ende noch ein heißes Duell. Foto: gepa

Nach einer 3:4-Niederlage gegen Graz findet das Play-off ohne Dornbirn statt.

Graz. (VN Die letzten 20 Minuten der aktuellen Bulldogs-Saison verdienten nochmals das Prädikat sehenswert. Dornbirn holte gegen Graz ein 0:3 auf, hatte durch Olivier Magnan drei Minuten vor dem Ende sogar die Führung auf dem Schläger. Doch am Ende blieb die Erkenntnis, dass der Turbo im Bunker zu spät gezündet wurde. „Wir sind nach Graz gekommen, um doch noch den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen. Nun haben wir es verpasst. Das ist frustrierend, so früh die Koffer packen zu müssen“, meinte DEC-Coach Dave Macqueen.

Zwei Drittel zu harmlos

„Die Scheibe öfters zum Tor bringen“, forderte DEC-Kapitän Nik Petrik nach den ersten gespielten 20 Minuten und brachte damit das Dilemma seiner Mannschaft im Anfangsdrittel auf den Punkt. Gute zehn Minuten dauerte es nämlich, bis Cody Sylvester im Powerplay den ersten gefährlichen Schuss in Richtung von 99ers-Torhüter Sebastian Dahm abfeuerte. Dabei war zu diesem Zeitpunkt Zurückhaltung längst nicht mehr angebracht, da die Gäste bereits einem 0:2 nachlaufen mussten. Schon nach 68 Sekunden brachte Kyle Beach sein Team in Führung. In der neunten Minute erhöhte Matt Siddall auf 2:0. Der Ex-Bulldogs-Spieler probierte es aus der Distanz und nutzte dabei eine Unsicherheit von Florian Hardy, der bei diesem Treffer als andere als gut aussah.

Deutlich bissigere Dornbirner drückten zu Beginn des Mittelabschnitts auf den Anschlusstreffer, doch wirklich Zählbares lieferten nur die Steirer. In der 28. Minute schenkte Zintis Zusevics in Überzahl Hardy den dritten Gegentreffer ein. Auch wenn sich das Team von MacQueen nicht aufgab, zog Graz-Goalie Dahm den Bulldogs den Nerv. Cody Sylvesters Großchancen (32., 36.) kratzte der dänische Nationalteamtorhüter sensationell von der Torlinie. In den letzten 20 Saisonminuten boten die Gäste aber nochmals eine beherzte Leistung. Jamie Arniel nach einem schönem Solo (48.) und Martin Grabher Meier in Überzahl (50.) brachten den DEC nochmals heran. In der 56. Minute zirkelte James Livingston die Scheibe dann zum 3:3-Ausgleich in die Maschen. Doch die Schlussoffensive der Messestädter mit einem Feldspieler mehr kam zu spät, in der 60. Minute besiegelte Ken Ograjensek das Saisonaus.

Schmidt sagt Servus

Wenig überraschend ist der Umstand, dass Dornbirns bester Spieler der Saison, Kevin Schmidt der Messestadt den Rücken kehrt. Wie die Onlineausgabe der Westfalenpost am Montagabend berichtete, soll der Deutsch-Kanadier einen Vertrag bei den Iserlohn Roosters in der DEL unterschrieben haben.

Es ist frustrierend, so früh die Koffer packen zu müssen.

DAve MAcQueen

Eishockey

Österreichische Liga

Qualifikationsrunde

Gestern spielten 10. Runde

Graz 99ers – Dornbirner EC 4:3 (2:0, 1:0, 1:3)

Liebenau, 3784, SR Lemelin, Siegel, Nothegger, Verworner

Torfolge: 2. 1:0 Beach, 9. 2:0 Siddall, 28. 3:0 Zusevics, 48. 3:1 Arniel, 50. 3:2 Grabher Meier, 56. 3:3 Livingston, 60. 4:3 Ograjensek (empty net)

Strafminuten: 6 bzw. 8

EC Graz 99ers: Dahm; Klimbacher, Boivin, Strohmeier, Pelech, Pöck, Weihager, Petrovitz, Reinthaler; Setzinger, McLean, Zusevics, Beach, Feichtner, Ograjensek, Woger, Brophey, Siddall, Natter, Zierer, Pirmann

Dornbirner EC: Hardy; Magnan, Schmidt, Caruso, Connelly, Crawford, Paris, Konradsheim, Siutz; D’Alivse, Arniel, Grabher Meier, D. Sylvester, McBride, Macierzynski, Petrik, C. Sylvester, Livingston, Haberl, Häußle, Ban

HC Znojmo – HDD Olimpija Ljubljana 7:0 (4:0, 3:0, 0:0)

Znojmo, 2653, SR Smetana, Znic, Kaspar, Zgonc

Torfolge: 6. 1:0 Yellow Horn, 12. 2:0 Novak, 12. 3:0 Bartos, 14. 4:0 Novak, 22. 5:0 Podesva, 25. 6:0 Seda, 33. 7:0 Yellow Horn

Strafminuten: 10 bzw. 14

VSV – Fehervar AV19 7:3 (2:0, 3:0, 2:3)

Stadthalle, 2391, SR Berneker, Kincses, Soos, Sparer

Torfolge: 8. 1:0 Petrik, 14. 2:0 Petrik, 21. 3:0 Verlic, 29. 4:0 Brunner, 33. 5:0 Jennes, 43. 5:1 Sarauer, 44. 6:1 Verlic, 49. 6:2 Sarauer, 50. 7:2 Mühlstein, 55. 7:3 Beauregard

Strafminuten: 4 bzw. 16

Endtabelle Qualifikation

1. Graz 99ers * 10 7 0 0 3 32:21 25 (3)

2. HC Znojmo* 10 7 0 0 3 36:24 23 (2)

3. Dornbirner EC 10 5 1 1 3 32:23 19 (1)

4. Villacher SV 10 3 1 0 6 35:37 17 (4)

5. Olimpija Ljubljana 10 2 2 1 5 21:39 11 (0)

6. Fehervar AV 19 10 2 0 2 6 26:38 8 (0)

Legende: * im Viertelfinale

Pick-Round

Gestern spielten 10. Runde

EHC BW Linz – KAC 1:6 (0:1, 0:2, 1:3)

Keien-Sorgen-Arena, 4500, SR Gruber, Nikolic, Ettlmayr, Seewald

Torfolge: 4. 0:1 M. Geier, 23. 0:2 Kreuzer, 27. 0:3 Pance, 42. 0:4 Kapstad, 48. 0:5 Pance, 50. 1:5 Palin, 56. 1:6 S. Geier

Strafminuten: 6 bzw. 8

Vienna Capitals – HC Innsbruck 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)

Albert-Schultz-Halle, 4360, SR Piragic, Trilar, Nemeth, Rakovic

Torfolge: 7. 1:0 Pollastrone, 19. 1:1 Desantis, 41. 2:1 Rotter, 46. 3:1 Bowman

Strafminuten: 6 bzw. 10

EC RB Salzburg – HCB Südtirol 8:1 (2:1, 4:0, 2:0)

Volksgarten, 3020, SR Nikolic, Stolc, Kontschieder, Pardatscher

Torfolge: 4. 1:0 Schiechl, 12. 1:1 Yogan, 15. 2:1 Hughes, 26. 3:1 Schiechl, 34. 4:1 Trattnig, 34. 5:1 Cijan, 37. 6:1 Heinrich, 42. 7:1 Rauchenwald, 53. 8:1 Trattnig

Strafminuten: 2 bzw. 6

Endsabelle Pick Round

1. Vienna Capitals 10 6 0 1 3 30:24 25 (4)

2. EC RB Salzburg 10 6 1 1 2 46:31 25 (3)

3. KAC 10 7 1 0 2 41:19 23 (0)

4. EHC BW Linz 10 4 0 0 6 29:36 14 (2)

5. HC Innsbruck 10 3 0 0 7 31:45 9 (0)

6. HCB Südtirol 10 2 0 0 8 28:50 7 (1)

in Klammer die Bonuspunkte

Die Begegnungen im Viertelfinale

Vienna Capitals – HC Innsbruck

EC RB Salzburg – EC Graz 99ers

KAC – HC Znojmo

EHC BW Linz – HCB Südtirol

Die Viertelfinaltermine

26. Februar

28. Februar/1. März

3. März

5. März

Falls nötig: 7./8. März; 10. März; 12. März