Dritter Start in der Champions League

Sport / 22.02.2017 • 21:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Als Daumendrücker in Schweden dabei: Partnerin Teresa und Sohn Oscar. Foto: rhomberg
Als Daumendrücker in Schweden dabei: Partnerin Teresa und Sohn Oscar. Foto: rhomberg

Springreiter Christian Rhomberg mit drei Pferden bei Weltcup in Göteborg am Start.

Dornbirn. (VN-jd) Nach der Premiere im November des letzten Jahres in Stuttgart und dem Einsatz kurz vor Weihnachten in London ist Christian Rhomberg ab heute in Göteborg zum dritten Mal bei einem Fünfsterne-Turnier im Rahmen der Western European League des World Cups der Fédération Équestre Internationale (FEI) – der internationalen Dachorganisation des Pferdesports – am Start.

Hochkarätige Besetzung

Die aktuelle Nummer 82 der Weltrangliste ist beim Event im berühmten Scandinavium, wo in der Zeit vom 21. bis 27. August 2017 auch die EM ausgetragen wird, mit seinen Paradepferden Saphyr des Lacs, Corbusier und Cornetta 13 gemeldet. Insgesamt sind beim hochkarätig besetzten Wettkampf in der zweitgrößten Stadt Schwedens 47 Reiter aus 15 Nationen mit 115 Pferden vertreten, der HLSZ-Leistungssportler ist Österreichs einziger Starter. Möglich wurde der Start des 26-jährigen Dornbirners, weil Max Kühner, der bislang den einzigen rot-weiß-roten Startplatz im FEI-World-Cup innehatte, sind vorzeitig bereits fix für das Weltcupfinale Ende März in Omaha (USA) qualifiziert hat, und deshalb auf einen Start verzichtet. „Ich sehe mich nicht als Ersatz oder Lückenbüßer. Es war von Anfang an klar, dass Max aufgrund seiner besseren Platzierung in der Weltrangliste bevorzugt wird. Die Tatsache, dass ich aufgrund der geringeren Teilnahmen keine Chance auf das Erreichen des Finales habe, sehe ich sogar als Vorteil an. Ich kann ohne großen Erwartungsdruck an die Arbeit gehen und will mich mit guten Leistungen für weitere Aufgaben empfehlen. Turniereinsätze auf diesem Topniveau sind keine Alltäglichkeit und man kann bei jeder Teilnahme extrem viel lernen“, betont Rhomberg vor der Abreise nach Schweden.

Oscar als Glücksbringer

Seit November des letzten Jahres darf sich Vorarlbergs Paradespringreiter bei seinen Turniereinsätzen über zwei ganz besonders Daumendrücker freuen. Seine Verlobte Teresa und der knapp vier Monate alte gemeinsame Sohn Oscar haben die Reise mitgemacht. „Meine Verlobte, früher selbst erfolgreiche Dressurreiterin, war ja schon öfters dabei und gibt mir immer wieder gute Ratschläge oder hilft, wo einfach Hilfe notwendig ist. Doch dass jetzt auch unser Sohn dabei ist, verleiht der Sache einen ganz besonderen Flair. Er war u. a. in London, Basel oder zuletzt in Roosendaal dabei. Natürlich bedarf es deshalb einer noch detaillierteren Reiseplanung, doch diesen Mehraufwand nehmen wir gerne in Kauf. Oscar ist so etwas wie unser Glücksbringer und ein Lächeln von ihm ist eigentlich der schöne Preis, den man gewinnen kann.“

Bezüglich seinem sportlichen Werdegang setzt sich Rhomberg, der vor dem Abschluss seines Bachelorstudiums für Internationale Wirtschaftswissenschaften (IWW) steht, keinem Platzierungsdruck aus. „Um in die Weltspitze vorzudringen, müssen mehrere Faktoren passen. Wenn man keine Spitzenpferde hat, nützt das beste reiterische Können nichts. Seit zwei Jahren habe ich das Glück, dass ich dank von Sponsoren wirklich absolute Toppferde zur Verfügung habe. Das war der erste wichtigte Schritt und jetzt heißt es, sich mit Spitzenresultaten einen Namen in der Welt­spitze zu machen. Auf diesem Niveau ist die Dichte enorm breit, so dass bereits eine kleine Zeitüberschreitung oder ein Fehler entscheiden, ob man in den Top Ten oder auf dem
50. Platz landet. Ich stehe hier am Anfang und auf dem Weg an die Spitze gilt es, noch viele hohe Hindernisse erfolgreich zu meistern.“

Christian Rhomberg ist in Göteborg mit seinen drei Paradepferden Saphyr Des Lacs, Corbusier und Cornetta 13 im Einsatz. Foto: apa
Christian Rhomberg ist in Göteborg mit seinen drei Paradepferden Saphyr Des Lacs, Corbusier und Cornetta 13 im Einsatz. Foto: apa

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.