Halbfinale nur knapp verpasst

Sport / 23.02.2017 • 20:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dominik Baldauf präsentierte sich in bester WM-Form. Foto: gepa
Dominik Baldauf präsentierte sich in bester WM-Form. Foto: gepa

Dominik Baldauf war bester ÖSV-Langläufer beim ersten WM-Bewerb. Am Ende fehlte auch ein wenig Glück.

Lahti. Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla und Federico Pellegrino haben sich die ersten Titel der 51. Nordischen Ski-WM in Lahti gesichert. Die Norwegerin und der Italiener triumphierten im Skilanglauf-Sprint in der Skating-Technik. Dominik Baldauf schied als bester Österreicher im Viertelfinale aus und übertraf als 18. seinen 19. Rang von Falun 2015 knapp.

Der 26-jährige Pellegrino holte seine erste Einzel-Medaille bei einem Großereignis, er setzte sich im Sechser-Finale vor dem Russen Sergej Ustjugow und dem Norweger Johannes Hösflot Kläbo durch. Titelverteidiger und Rekord-Weltmeister Petter Northug (NOR) hatte es nach einer bisher schwachen Saison als Lucky Loser in den Endlauf geschafft und wurde Fünfter.

Caspersen Falla (26) holte nach zweimal Bronze nun auch bei der WM Gold. Sie bezwang im Finish mit Jessica Diggins, Weltmeisterin im Teamsprint 2013, und Kikkan Randall zwei US-Girls. Titelverteidigerin Marit Björgen war im Viertelfinale ausgeschieden.

Nur eine Sekunde fehlte

Von den vier Österreichern präsentierte sich Dominik Baldauf am stärksten. Der 24-jährige Vorarlberger stieg als 21. der Qualifikation ins Viertelfinale der besten 30 auf. In seinem Lauf landete Baldauf an der vierten Stelle, 0,54 Sekunden fehlten auf den direkten Aufstiegsplatz und eine Sekunde, um als Lucky Loser unter die besten zwölf zu kommen.

„Es war taktisch perfekt, ich kam als Zweiter in die letzte Abfahrt. Da haben mich aber zwei Konkurrenten überholt“, meinte der leichtgewichtige Athlet aus Sulzberg. „Mein Ziel wäre das Halbfinale gewesen, aber irgendwann kommt das Glück zurück“, sagte Baldauf, nachdem er den Aufstieg ein weiteres Mal knapp verpasst hatte.

Bernhard Tritscher hatte sich seinen wichtigsten WM-Auftritt ganz anders vorgestellt. Der Olympia-Siebente von Sotschi scheiterte beim Griff nach einer weiteren guten Platzierung schon in der Qualifikation. Als 33. fehlten dem 28-Jährigen nur 1,1 Sekunden zum Weiterkommen, aber 11,47 auf die Bestzeit des Russen Sergej Ustjugow. „Ich habe die langsameren Verhältnisse als am Vortag etwas unterschätzt und bin es zu aggressiv angegangen“, sagte der Saalfeldener. „Am Schluss war ich körperlich am Limit.“

Erfahrungen für Debütanten

WM-Debütant Luis Stadlober vermochte sein Potenzial nicht auszuschöpfen. „Ich bin von Anfang an nicht ins Laufen gekommen. Ich war überhaupt nicht spritzig“, sagte der Salzburger, nachdem er als 45. den Aufstieg um 6,18 Sekunden verpasst hatte.

Lisa Unterweger verpasste einen Platz unter den besten 30 um 3,1 Sekunden. Sie hat erst einen Weltcup-Bewerb bestritten, die WM war völliges Neuland. Von der Atmosphäre beeindruckt, erfüllte Unterweger aber ihre eigenen Erwartungen. Erfahrung zu sammeln im Hinblick auf Seefeld 2019, stand für die 22-Jährige im Vordergrund. „Jetzt weiß ich, wo ich stehe, in den nächsten zwei Jahren will ich mich fix im Weltcup etablieren und so weit nach vor kommen wie möglich“, sagte die Steirerin, die von ihrem Vater trainiert wird.