Ein schwerer Rückschlag für Veith

Sport / 24.02.2017 • 20:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Nach Operation der Patellasehne muss das Ski-Ass sechs bis zwölf Monate pausieren.

Innsbruck. Anna Veith beendet ihre Saison im Ski-Weltcup vorzeitig. Wegen einer chronischen Entzündung der Patellasehne im linken Knie habe sie sich auf Anraten ihrer Ärzte jetzt zu einer Operation entschlossen, ließ die Olympiasiegerin und zweifache Gesamtweltcup-Gewinnerin wissen. Bei ihrem Trainingssturz im Oktober 2015 in Sölden war ihr rechtes Knie betroffen gewesen.

„Die einzige Möglichkeit“

„Die Ärzte haben mir empfohlen, die Saison zu beenden und mich nochmal operieren zu lassen“, schrieb Veith auf Facebook. „Dieses Mal am linken Knie, da wo ich schon seit vielen Jahren gegen meine Patellasehnen-Probleme kämpfe und mich die Schmerzen immer wieder limitiert haben.“ Sie wolle wieder in der Lage sein, „ohne diese massiven Knieschmerzen“ zu fahren. Der nun bevorstehende Eingriff, der am kommenden Dienstag von Christian Hoser in der Privatklinik Hochrum durchgeführt wird, sei „die einzige Möglichkeit“ dazu. „Ich stelle mich dieser Herausforderung, weil ich meine Karriere fortsetzen möchte“, stellte die 27-Jährige klar.

Die durch eine empfindliche Patellasehne bedingten Schmerzen im linken Knie waren bei ihr schon vor einigen Jahren erstmals aufgetreten. Veith hatte sich immer wieder Behandlungen unterziehen müssen. Vor dem Start der Weltcup-Saison 2015/16 hatte sie deswegen das Schneetraining für zwei Wochen unterbrochen.

Langer Heilungsverlauf

Veith wird nach ihrer Operation laut dem behandelnden Arzt Christian Hoser „sechs bis zwölf Monate“ nicht auf Skiern stehen können. „Es wird bei dieser Operation das entzündete Gewebe weggeschnitten, damit sich nach der Operation das Gewebe neu aufbauen kann. Das ist aber ein sehr langwieriger Prozess“, erklärte der Knie- und Gelenkspezialist.

Sollte Veith erst in rund einem Jahr wieder mit dem Ski-Training beginnen können, würde sie auch die Winterspiele in Pyeongchang verpassen. Man müsse aber zunächst die Operation abwarten und den Heilungsverlauf beobachten, bevor man eine belastbare Prognose abgeben könne, betonte Hoser. Dass sich Sehnen entzünden, sei „eine gar nicht so seltene Geschichte“.