Titelverteidiger keine Fixstarter

Sport / 24.02.2017 • 20:07 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Patrick Schnetzer (l.) und Markus Bröll beim ersten Training in der noch nicht fertig gestellten Halle 12 im Dornbirner Messequartier.
Patrick Schnetzer (l.) und Markus Bröll beim ersten Training in der noch nicht fertig gestellten Halle 12 im Dornbirner Messequartier.

6000 der 9000 Tickets für die Hallenrad-WM im November in Dornbirn sind bereits verkauft.

Dornbirn. (VN-akp) Nach der erfolgten Abnahme durch die technischen Delegierten des internationalen Radsportverbandes (UCI) gibt es nun grünes Licht für den bevorstehenden Saisonhöhepunkt der Hallenradsportler. Die Weltmeisterschaft findet vom 24. bis 26. November 2017 im neuen Messequartier Dornbirn statt. Rund 300 Sportler aus 18 Nationen kämpfen während drei Wettkampftagen im Radball und Kunstradsport um die begehrten WM-Medaillen.

Die Organisatoren vermelden anlässlich der Kick-off-Pressekonferenz in den WM-Räumlichkeiten großes Interesse am Event. Neun Monate oder 272 Tage vor Beginn sind bereits zwei Drittel der 9000 Tickets verkauft. Täglich werden rund 3000 Zuschauer das Sportgeschehen verfolgen. „Die meisten Besucher kommen traditionell aus der Schweiz und aus Deutschland. Neben den Weltklasseleistungen auf sportlicher Ebene bieten wir unserem Publikum auch ein attraktives Rahmenprogramm. Die WM soll für alle Besucher ein unvergessliches Wochenende in Vorarlberg werden“, beschreibt OK-Chef Dieter Heidegger.

Kampf um WM-Ticket

Mit Patrick Schnetzer und Markus Bröll stellt Vorarlberg die regierenden Weltmeister im Radball, und die Nation des Weltmeisters hat die Ehre, das erste Spiel zu bestreiten. Allerdings bedeutet das nicht, dass Schnetzer/Bröll einen Fixstartplatz bei der Heim-WM haben, denn es gibt für jede Nation nur einen Startplatz. Die Qualifikation für das Championat beginnt im April. Nach den Turnieren in Hohenems (29. April), Dornbirn (10. Juni) und Sulz (9. September) bestreiten die vier besten Duos das Finale am 21. Oktober in Höchst, welches zugleich als Staatsmeisterschaft ausgetragen wird. Das Team mit den meisten Punkten aller vier Turniere sichert sich das WM-Ticket. „Wir geben in allen Runden Vollgas, denn am Ende kann jeder Punktgewinn oder -verlust den Ausschlag geben. Die WM im eigenen Land ist ein absoluter Höhepunkt, und da wollen wir unbedingt dabei sein“, erläutert Schnetzer. Die größte Konkurrenz kommt dabei mit Simon König/Florian Fischer aus den eigenen Reihen der Radball-Hochburg Höchst.

450.000 Euro Budget

Das Budget für die Veranstaltung beträgt 450.000 Euro. „Dank der Unterstützung von Sponsoren, aber auch der Förderung seitens des Landes Vorarlberg und der Stadt Dornbirn ist die Durchführung möglich. Die Verhandlungen mit dem Bund sind kurz vor dem Abschluss“, führt Heid­egger aus. Insgesamt sind am Finalwochenende rund 400 freiwillige Helfer, die vorwiegend aus heimischen Vereinen kommen, rund um die Uhr im Einsatz. „Ohne sie wäre das Gelingen des Events nicht möglich. Ihnen gebührt bereits im Vorfeld ein großer Dank“, so der OK-Chef.

Vorarlberg ist nach 1990 in Bregenz und 2002 und 2008 in Dornbirn bereits zum vierten Mal Gastgeber eines UCI-Championats, das in den Jahren 1937, 1962, 1973 und 1983 bereits in Wien gastierte. Ein zwölfköpfiges Organisationsteam koordiniert das Groß­ereignis. „Viele von ihnen waren bereits 2002 und 2008 dabei. Das ist ein wesentlicher Vorteil für uns“, betont der Presseverantwortliche, Heimo Lubetz.

Die Vorfreude ist groß und das Motto steht ganz im Sinne der Athleten. „Die Weltspitze zu Gast bei Freunden“, bringt es Lubetz auf den Punkt. Die WM soll ein großes Sportfest werden, das nachhaltig wirkt. „Wir möchten auch die Schulen einbinden und Nachwuchs für den Hallenradsport generieren“, blickt Andreas Schnetzer, Obmann der IG Hallenradsport WM, voraus.

Das Motto lautet: Die Weltspitze zu Gast bei Freunden – und wir wollen ein perfekter Gastgeber sein.

heimo lubetz
2015-Weltmeisterin Adriana Mathis will bei der Heim-WM eine Medaille holen.
2015-Weltmeisterin Adriana Mathis will bei der Heim-WM eine Medaille holen.
Dieter Heidegger, Andreas Schnetzer und Heimo Lubetz vom OK-Team, die Radball-Weltmeistern Patrick Schnetzer und Markus Bröll sowie die beiden UCI-Delegierten Hilmar Hessler und Anne-Laure Favre. Fotos: akp
Dieter Heidegger, Andreas Schnetzer und Heimo Lubetz vom OK-Team, die Radball-Weltmeistern Patrick Schnetzer und Markus Bröll sowie die beiden UCI-Delegierten Hilmar Hessler und Anne-Laure Favre. Fotos: akp

Hallenradsport

81. Radball- und 62. Kunstrad-Weltmeisterschaft 2017 in Dornbirn

Termin: 24. bis 26. November

Internet: www.wm-dornbirn2017.at

» Das Organisationsteam

Dieter Heidegger (Geschäftsführer, Catering, Wirtschaft), Sibylle Bobleter (Sekretariat), Andreas Schnetzer (IG-Präsident, Marketing, Sponsoring, Finanzen), Herbert Benzer (Marketing, Sponsoring), Heimo Lubetz (Presse), Alfred Melbinger (Ticketverkauf, Hotels), Günter Burtscher, Christian Feurstein (Hallenaufbau/Infrastruktur), Jonas Niederberger (Personaleinteilung), Hubert Schneider (Sport-Programm), Wolfgang Blum (Rechtsbeistand), Horst Böhler (Beirat, ÖRV-Repräsentant)

» Bisherige Hallenradsport-Weltmeisterschaften in Österreich

Wien 1937, 1962, 1973 1983

Bregenz 1990

Dornbirn 2002, 2008, 2017

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