ÖSV-Kombinierer als Team stark

Sport / 26.02.2017 • 19:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die österreichischen Kombinierer (v. l.) Mario Seidl, Philipp Orter, Paul Gerstgraser und Bernhard Gruber jubeln über Platz drei. Foto: afp
Die österreichischen Kombinierer (v. l.) Mario Seidl, Philipp Orter, Paul Gerstgraser und Bernhard Gruber jubeln über Platz drei. Foto: afp

WM-Bronzemedaille für Österreicher, Deutschland holt Gold, Norwegen Silber.

lahti. Die ÖSV-Kombinierer haben bei der Nordischen Ski-WM in Lahti als Team Stärke bewiesen und die erhoffte Medaille erobert. Bernhard Gruber, Mario Seidl, Philipp Orter und Paul Gerstgraser holten nach je einem Sprung von der Normalschanze und der 4×5-km-Staffel Bronze. Deutschland jubelte mit 41,7 Sekunden Vorsprung auf Olympiasieger Norwegen über die erfolgreiche Titelverteidigung.

Bei den Österreichern war die Freude nach zwei „Nullnummern“ in Falun und im Val di Fiemme trotz des enormen Rückstands von 1:03,7 Minuten auf die in diesem Winter alles dominierenden Deutschen groß. Denn nach dem vierten Platz im Springen war die Medaille bis zum Finish des Langlaufs nicht sicher. Schlussläufer Gerstgraser hatte sich bei seinem überhaupt ersten WM-Einsatz im Duell um Bronze vom routinierten Japaner Akito Watabe erst im letzten Anstieg etwas abgesetzt. Völlig erschöpft sank der 21-Jährige im Ziel zu Boden, er hatte Watabe um 2,3 Sekunden distanziert.

Gruber lobt Kollege Gerstgraser

„Ich habe gewusst, dass ich im langen Anstieg angreifen muss. Oben war ich so blau, ich habe mich nur noch irgendwie ins Ziel gerettet“, sagte der Salzburger. Er hatte sich zu Beginn der Runde nicht gut gefühlt und gab zu, ein bisschen nervös gewesen zu sein.

Bernhard Gruber und Mario Seidl hatten als beste Springer des Teams auf der Schanze nicht das Optimum herausgeholt, sie mussten nach ihrem Staffeleinsatz zittern, ob die stärkeren Läufer Orter und Gerstgraser das Edelmetall sichern würden. „Das war ein Wahnsinn, so spannend“, erklärte Gruber. „Es war auf der Schanze nicht einfach. Aber was Paul am Schluss geboten hat, war von feinster Klinge.“ Orter hatte zuvor im Finish sechs Sekunden Vorsprung auf Japan herausgeholt, der Kärntner jubelte mit seinen Kollegen über die Medaille. „Das ist unglaublich. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, im Springen ist noch nicht alles nach Wunsch gelaufen“, sagte der Trainingspartner von Gerstgraser in der Ramsauer Gruppe
von ÖSV-Trainer Günter Chromecek.

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