Olympia-Vergabe an Rio war dubios

Sport / 03.03.2017 • 22:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wieder im Visier: Ex-Leichtathletik-Präsident Lamine Diack.  Reuters
Wieder im Visier: Ex-Leichtathletik-Präsident Lamine Diack. Reuters

Französische Behörden untersuchen Vorwürfe gegen Ex-IOC-Mitglied Lamine Diack.

Paris. Mit einer Schmiergeldzahlung von 1,5 Millionen Dollar (1,43 Mio. Euro) soll nach einem Bericht der französischen Zeitung „Le Monde“ die Wahl von Rio de Janeiro zur Olympia-Stadt 2016 beeinflusst worden sein. Die französische Justiz habe demnach Informationen, die die korrekte Vergabe der Olympischen Sommerspiele durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) infrage stelle.

Wie das Blatt schrieb, habe ein brasilianischer Geschäftsmann an den Sohn des früheren Leichtathletik-Weltverbandspräsidenten und IOC-Mitglieds Lamine Diack diese Millionensumme gezahlt. Gegen den Senegalesen Diack wird in Frankreich wegen Geldwäsche und Korruption ermittelt. Er steht in Paris unter Hausarrest. Sein Sohn Papa Massata Diack soll sich in Afrika aufhalten und wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Rio hatte auf der IOC-Session am 9. Oktober 2009 in Kopenhagen als erstes südamerikanisches Land den Zuschlag für die Ausrichtung von Olympischen Spielen erhalten. Mitbewerber waren Madrid, Tokio und Chicago. Drei Tage zuvor soll laut „Le Monde“ bei einer Firma des Diack-Sohnes eine Zahlung von 1,5 Millionen Dollar eingegangen sein. Auf Anfrage der Zeitung bei Papa Massata Diack antwortete dieser: „Viel Glück mit dem Artikel.“