Edelmetall ist das große Ziel

Sport / 06.03.2017 • 21:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Markus Schairer (l.) und Alessandro Hämmerle wollen es bei der WM in Spanien, wie 2015 beim Heim-Weltcup im Montafon, so richtig krachen lassen. Foto: Steurer
Markus Schairer (l.) und Alessandro Hämmerle wollen es bei der WM in Spanien, wie 2015 beim Heim-Weltcup im Montafon, so richtig krachen lassen. Foto: Steurer

Zwei Snowboarder, Markus Schairer und Alessandro Hämmerle, starten bei der WM.

Barcelona. Zwischenstopp Barcelona. Auf dem Weg in die Sierra Nevada legten Vorarlbergs Snowboardcross-Asse einen Stopp in der katalanischen Hauptstadt ein. Von La Molina kommend, trafen Alessandro Hämmerle und Markus Schairer gestern in der Stadt am Mittelmeer ein, schon heute wartet der Flug nach Granada auf die beiden einzigen Vorarlberger im Aufgebot für die Snowboard-WM in der Sierra Nevada.

„Ein wenig runterkommen“, nennt Schairer den Aufenthalt in der Stadt des spanischen Architekten Antoni Gaudi und ärgert sich noch immer über seine Performance in La Molina, denn: „Eigentlich habe ich eine gute Form, aber irgendwo hapert es.“ An seiner Zielsetzung für die Weltmeisterschaft ändert der letzte Bewerb aber nichts. „Vielleicht fährt es sich ja mit einer Wut im Bauch besser“, meint der 29-Jährige schmunzelnd in Blickrichtung WM-Rennen.

Auf Schairer und Hämmerle wartet in der Sierra Nevada nicht nur das Einzelrennen, erstmals werden auch im Teambewerb WM-Medaillen vergeben. In Barcelona konnte das Duo auch schon einen ersten Blick auf den zu erwartenden Kurs werfen. Ein Kontrahent der beiden, der Spanier Lucas Eguibar, der sich schon im WM-Ort befindet, hat Hämmerle eine Skizze des Kurses via Handy geschickt. „Es schaut eh ganz gut aus“, so der erste Eindruck für Alessandro Hämmerle. Dass er am Wochenende in La Molina das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden verloren hat, kann er inzwischen schon wieder etwas entspannter betrachten. „Am Anfang war es schon ein Schock, als ich in der Qualifikation über die Ziellinie gefahren bin und gesehen habe, dass es nicht reicht. Das ist mir schon länger nicht
passiert. Jetzt heißt es, die Sache abhaken und vorwärts schauen.“

Für die Weltmeisterschaft jedenfalls ist er durchaus optimistisch. So wie der St. Gallenkircher Schairer hat sich auch der Gaschurner ein Edelmetall als Ziel gesteckt. Der 23-Jährige sieht sich selbst jedenfalls im erweiterten Favoritenkreis, wie auch Teamkollege Schairer. „Ich denke, wir haben oft genug bewiesen, dass wir es drauf haben. Ich jedenfalls bin total heiß auf die Rennen.

Die Kugel im Hinterkopf

Nach der WM, Ende März, will er auch noch zum Angriff auf die kleine Kristallkugel blasen. „Das Gelbe Trikot ist zwar leider weg, am Schluss aber zählt nur die Kugel.“ Der Vorsprung der beiden vor ihm liegenden Omar Visintin bzw. Pierre Vaultier ist jedenfalls nicht so groß, dass es in Veysonnaz beim Weltcupfinale nicht noch zu einem Umsturz kommen könnte.

Vielleicht fährt es sich mit einer Wut im Bauch besser.

Markus Schairer
Am Handy gab es einen ersten Blick auf die Skizze der WM-Strecke.
Am Handy gab es einen ersten Blick auf die Skizze der WM-Strecke.

Snowboard

Snowboardcross (SBX)

ÖSV-Kader für die WM

» Herren: Alessandro Hämmerle (V), Markus Schairer (V), Julian Lüftner (T), Lukas Pachner (W),

Weltcupfinale

Veysonnaz/SUI: 24. bis 26. März

Snowboard-WM

Sierra Nevada/ESP: 8. bis 19. März

Parallel-Snowboard

ÖSV-Kader für die WM

» Herren (RTL und Slalom): Benjamin Karl (NÖ), Sebastian Kislinger (ST), Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S)

» Damen (Slalom): Julia Dujmovits (B), Ina Meschik (K), Sabine Schöffmann (K), Daniela Ulbing (K)

» Damen (RTL): Julia Dujmovits (B), Ina Meschik (K), Claudia Riegler (Titelverteidigerin/S), Sabine Schöffmann (K), Daniela Ulbing (K

Weltcupfinale

Winterberg/GER: 17. bis 19. März

Snowboard-WM

Sierra Nevada/ESP: 8. bis 19. März

Slopestyle

» Herren: Simon Gschaider (NÖ), Clemens Millauer (OÖ), Clemens Schattschneider (NÖ)

Big Air

» Damen: Anna Gasser (K)

» Herren: Philipp Kundratitz (T), Clemens Millauer (OÖ), Clemens Schattschneider (NÖ), Mathias Weißenbacher (S)