Goldtag für Snowboarder

Sport / 15.03.2017 • 22:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Einmal Silber und zweimal Gold im Parallel-Slalom bei der WM: Benjamin Karl, Daniela Ulbing und Andreas Prommegger.  Foto: Lerch
Einmal Silber und zweimal Gold im Parallel-Slalom bei der WM: Benjamin Karl, Daniela Ulbing und Andreas Prommegger. Foto: Lerch

Ulbing und Prommegger holten im Parallel-Slalom bei der WM in der Sierra Nevada die Titel.

Sierra Nevada. Goldener Tag für Österreichs Snowboarder in der Sierra Nevada: Daniela Ulbing und Andreas Prommegger holten bei Kaiserwetter in Südspanien jeweils Gold im Parallel-Slalom. Die 19-jährige Ulbing setzte sich bei den Damen im Finale gegen die Tschechin Ester Ledecka durch. Der 17 Jahre ältere Prommegger gewann das rein österreichische Duell um den Titel gegen Benjamin Karl.

Sprachlos und megaglücklich

Für Prommegger ist es die erste WM-Medaille seiner Karriere überhaupt. Karl verpasste hingegen sein fünftes WM-Gold. Olympiasiegerin Julia Dujmovits reihte sich auf Rang fünf ein, nachdem sie im Viertelfinale bei ihrem Lauf um eine Hundertstelsekunde unterlegen war. Heute steht mit dem Parallel-Riesenslalom die nächste Entscheidung an. Auch dort wollen Österreichs Athleten um Medaillen mitfahren.

Für Ulbing endete ihr erstes Rennen bei einer WM in der allgemeinen Klasse sogleich auf dem obersten Podestplatz. Bei den Junioren war die Kärntnerin im Februar als Dritte (Slalom) und Zweite (Riesenslalom) noch an Gold vorbeigeschrammt. Österreichs Shooting-Star bei den Damen war nach ihrem Erfolg „sprachlos und megaglücklich. Ich habe versucht, das zu machen, was ich kann. Das hat funktioniert“. Eng war es für Ulbing nur im Viertelfinale gegen die Schweizerin Patrizia Kummer (+0,08 Sek.). Im Finale der künftig bei Olympia nicht mehr gefahrenen Disziplin hielt sie Titelverteidigerin Ledecka in Schach.

Finale der Zimmerkollegen

Prommegger hingegen wartete bereits seit Langem auf Edelmetall. „Ich laufe 15 Jahre einer Medaille nach. Heute hat alles gepasst“, sagte der formstarke Pongauer im ORF-Interview. Er setzte sich auf dem langsameren blauen Kurs sowohl im Halbfinale gegen den Schweizer Nevin Galmarini, als auch im Finale gegen Karl durch. 16 Hundertstelsekunden lag Prommegger vor seinem langjährigen Weggefährten und Kontrahenten.„Jeder hat gesagt, man muss Geduld haben. Ich habe im Weltcup sehr viel erreicht, aber es hat noch etwas gefehlt.“ Karl ist seit 2009 immer auf dem Podest gelandet.