„Problem ist mentaler Natur“

Sport / 15.03.2017 • 22:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ried-Coach Lassaad Chabbi macht sich derzeit viele Gedanken. Gepa

Ried-Coach Lassaad Chabbi macht sich derzeit viele Gedanken. Gepa

Lassaad Chabbi will mit Ried am Samstag gegen Altach den ersten Sieg einfahren.

Ried. Die Wikinger brauchen Selbstvertrauen – so ist auf der Homepage der SV Ried zu lesen. Solches, das weiß Trainer Lassaad Chabbi, holt man sich am besten mit Siegen. Seit gut zwei Wochen ist der gebürtige Tunesier nun Trainer im Innviertel. Punkte allerdings haben sich unter dem neuen Chef nicht eingestellt. „Wir müssen noch mehr arbeiten“, sagt der 55-Jährige. Er selbst ist jedenfalls bereit, als Trainer „alles zu geben“, um am Ende auf einem besseren Tabellenplatz zu stehen. Dafür sei er angetreten und dafür hat er mit Dieter Alge (50) einen weiteren Mitstreiter gewonnen.

„Er war selbst Profi, hat die A-Lizenz und hat in der Akademie gearbeitet“, lobt Chabbi seine rechte Hand. All die Komponenten seien wichtig, denn „er hat sowohl mit jüngeren als auch mit älteren Spielern zusammengearbeitet. Das ist ein sehr großer Vorteil“.

Brisantes Duell gegen Altach

Am Samstag nun wartet auf das Ländle-Duo im Innviertel die Partie gegen Altach, ein Spiel mit viel Brisanz. Dessen ist sich auch Chabbi bewusst. „Wir brauchen einen Sieg.“ Zuletzt, so der Coach, habe seine Mannschaft nicht schlecht gespielt, aber: „Wir haben uns nicht belohnt und haben keine Tore erzielt. Uns fehlen derzeit einfach die Ergebnisse und die Punkte.“ All das soll sich gegen Altach ändern. Dafür, so weiß Chabbi, sind auch die Körpersprache und die Leidenschaft mitverantwortlich. Zwei Dinge, die er in Zusammenarbeit mit Alge und Torwarttrainer Hubert Auer, seinen Schützlinge mit auf den Weg geben will.

Sehr positiv spricht Chabbi nach seinen ersten Arbeitswochen vom Verein. Er lobt die professionelle Vereinsstruktur und ist begeistert vom Trainingszentrum. „Wir haben alles, was wir brauchen, und ich bin überzeugt, dass wir auch bald die notwendigen Punkte holen werden.“ Immerhin ist er angetreten, um den Verein vor dem Abstieg zu bewahren. „Wir haben nicht viel Zeit, um die Fehler zu korrigieren. Aber die Art und Weise, wie die Mannschaft in den beiden Spielen gegen Austria Wien und St. Pölten aufgetreten ist, gibt mir große Hoffnung..“

Auch wenn noch 33 Punkte zu vergeben sind, der Coach will im VN-Gespräch überhaupt nichts schönreden. „Wir brauchen mehr Ordnung im Spiel“, so Chabbi. Hier spricht er vor allem die Tatsache an, dass man endlich die Null halten will. Das war Altach zuletzt gegen Mattersburg gelungen.

Den Hebel ansetzen will Chabbi im mentalen Bereich. „Üben, üben, üben“, ist seine Antwort auf die Frage, was hinsichtlich der ausbleibenden Tore zu machen ist. Und Altach? Ist für ihn ein sehr starker Gegner mit einer gewachsenen Mannschaftsstruktur. Zugleich aber auch eine Herausforderung. Unabhängig vom Ergebnis, steht schon jetzt fest: In der Länderspielpause wird Ried ein Kurztrainingslager in Windischgarsten absolvieren.