Die Liga soll auf „Kuschelkurs“

17.03.2017 • 22:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
EHC-Torhüter Patrick Machreich – im Bild gegen Feldkirchs Kevin Puschnik – könnte das Dress wechseln.  Foto: ds
EHC-Torhüter Patrick Machreich – im Bild gegen Feldkirchs Kevin Puschnik – könnte das Dress wechseln. Foto: ds

Lustenau und Feldkirch haben Bilanz gezogen und stellen die Weichen für die neue Saison.

Schwarzach. (VN-ko) Nach der Saison ist vor der Saison. Mit diesem Phrasenschwein beschäftigen sich die Vorarlberger Eishockeyklubs wenige Tage nach dem Aus in der Alps Hockey League. Es geht um Spielerverträge, Sponsoren, Regeln und Vorbereitungen für die nächste Meisterschaft.

Bei der FBI VEU Feldkirch ist man mit den Gesprächen und Analysen sowohl sportlich als auch wirtschaftlich bereits im fortgeschrittenen Stadium. „Wir haben auch schon einen Wunschkader“, sagt Geschäftsführer und Trainer Michael Lampert. „Aber a.) brauchen wir eine Rückmeldung vom Verband und der Liga wie es weitergehen soll. Wir haben unser Wünsche und Vorschläge eingebracht. Und b.) muss dann noch einmal der Vorstand über die Bücher.“ Sein Klub sei sportlich und wirtschaftlich in der abgelaufenen Saison ans Limit gegangen. Um Planungssicherheit zu haben, möchte man darum so schnell wie möglich die Weichenstellung vornehmen. „Dazu müssen wir die Rahmenbedingungen kennen, die Zusammensetzung der Liga, den Modus, müssen auch eventuelle Änderungen in der Punktefrage berücksichtigen. Die Liga ist jetzt am Zug.“

Fragezeichen bei Machreich

Auch beim EHC Alge Lustenau hat man sich schon zusammengesetzt. „Wir haben die Saison nochmals Revue passieren lassen und sind im Prinzip total zufrieden“, sagt Präsident Herbert Oberscheider. „Wir werden uns nächste Woche mit den Spielern unterhalten, schauen, wer wieder dabei sein will.“ Nur mit Kapitän Max Wilfan gibt es bereits eine Vereinbarung, ein Fragezeichen steht hinter Torhüter Patrick Machreich. „Ich weiß nicht ob er bleiben wird.“ Oberscheider hofft, dass sich die Verbände von Österreich, Italien und Slowenien über eine Anpassung in der Punkteregel einig werden können. „Man hat gesehen, dass es hier Anpassungsbedarf gibt. Es kann nicht sein, dass Italiens Nationaltorhüter Frederic Cloutier und Bernhard Bock (Anm.: VEU-Goalie) mit zwei Punkten gleich hoch bewertet werden.“ 36 Punkte dürfen die Klubs momentan für die Zusammenstellung des Kaders maximal ausgeben, davon 16 für Legionäre. „Ich wäre für eine Anpassung auf 32 Punkte, ohne dabei die Legionärsregel zu beschneiden. Es sollte das Ziel sein, dass man sportlich etwas näher zusammenrückt“, will er der Alps Hockey League einen „Kuschelkurs“ verordnen.

Es sollte das Ziel sein, dass die Liga näher zusammenrückt.

Herbert Oberscheider