Sieg und die Torsperre beendet

17.03.2017 • 21:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Torschütze Julian Wießmeier /Zweiter v. r.) ist der Moment der Befreiung ins Gesicht geschrieben. Der Deutsche schoss die Austria mit seinem Tor zurück auf die Siegerstraße. Foto: gepa
Torschütze Julian Wießmeier /Zweiter v. r.) ist der Moment der Befreiung ins Gesicht geschrieben. Der Deutsche schoss die Austria mit seinem Tor zurück auf die Siegerstraße. Foto: gepa

Austria Lustenau gewinnt das Verfolgerduell gegen Liefering mit 2:0.

Lustenau. Die Diskussionen um die Torsperre sind spätestens mit dem Sieg (2:0) über Liefering beendet, jene bezüglich Trainer gehen weiter. Dabei feierte Interimscoach Daniel Ernemann just in jenem Spiel seinen ersten Profisieg, als er das System auf einer Dreierkette umstellte. Dies vor den Augen von Holger Bachthaler. Der 41-Jährige, der über viele Jahre (154 Ligaspiele) für den FV Illertissen (Regionalliga Bayern) arbeitete, gilt als ein neuer Kandidat für das Traineramt bei der Austria. Bachthaler der im Vorjahr den Fußballlehrer-Lehrgang u. a. mit Julian Nagelsmann (Hoffenheim) sehr erfolgreich abschloss, saß auf der Tribüne im Reichshofstadion – und hat für einmal eine überaus effiziente Austria Elf gesehen. Präsident Hubert Nagel, der diese Woche von einem interessanten, neuen Kandidaten aus Deutschland gesprochen hatte, will sich in den nächsten Tagen bezüglich der Nachfolge von Lassaad Chabbi entscheiden. Der Vorteil von Bachthaler: Nach seinem Rücktritt in Illertissen, im September 2016, könnte er sofort beginnen.

Wießmeier brach den Bann

Für den Moment aber war vor allem das so ersehnte Erfolgserlebnis das Wichtige für die Austria. Der erst vierte Saison-Heimsieg war fast eine Art Befreiungsschlag, der mit einem Treffer von Julian Wießmeier eingeleitet wurde. Nach exakt 415 Minuten brach der 24-jährige Deutsche den Bann. Aus gut 18 Metern donnerte er den Ball mit
seinem linken Fuß ins Netz. Die Vorarbeit leiseten Alex­ander Joppich und Pius Grabher (29.). Letzterer war es auch, der in der Nachspielzeit den vielumjubelten Endstand besorgte. Die Saisontore 41 und 42 waren Balsam für die geschundene Austria-Seele.

Gegenüber dem Innsbruck-Spiel hatte Ernemann die Mannschaft gleich auf sechs Positionen verändert. Eine solche Möglichkeit hatte der Coach schon vor der englischen Woche mit den Spielen gegen BW Linz, Innsbruck und Liefering angedeutet. Mit Lucas Barbosa stellte er zudem einen Neuling auf. Der 20-Jährige wusste in seinem ersten Spiel für die Profis durchaus zu gefallen. Und das gegen eine starke Lieferinger Mannschaft, deren Spieler immer wieder in Austria-Keeper Christopher Knett ihren Meister fanden. Der 26-jährige Schlussmann machte gleich reihenweise Chancen des Gegners zunichte. So hielt er gegen Hannes Wolf gleich dreimal (19./21./43) sowie gegen Mergim Berisha (53) und Prevljak (60.) mit teilweise spektakulären Reaktionen die Null. Kaum zu glauben, für Herbstmeister Austria war es der erste Ligasieg seit dem 18. November des Vorjahrs (4:2 in Wattens)

Fußball – Sky Go Erste Liga 2016/17

25. Spieltag

SC Austria Lustenau – FC Liefering 2:0 (1:0)

WSG Wattens – SV Horn 1:1 (1:1)

SC Wr. Neustadt – Floridsdorfer AC 0:3 (0:2)

FC BW Linz – FC Wacker Innsbruck 3:1 (2:0)

Kapfenberger SV 1919 – LASK Linz 2:2 (0:2)

Tabelle

 1. LASK Linz 25 16 5 4 57:31 + 26 53

 2. FC Liefering 25 12 8 5 43:30 + 13 44

 3. SC Austria Lustenau 25 11 8 6 42:30 + 12 41

 4. FC Wacker Innsbruck 25 8 7 10 31:36 –  5 31

 5. Kapfenberger SV 1919* 25 10 6 9 32:32 +/-  0 30

 6. WSG Wattens 25 7 9 10 27:36 –  9 30

 7. SV Horn 25 8 5 12 30:35 –  5 29

 8. FC BW Linz 25 6 10 9 25:29 –  4 28

 9. SC Wr. Neustadt 25 8 3 14 27:46 – 19 27

10. Floridsdorfer AC 25 6 5 14 26:35 –  9 23

Legende: * Sechspunkte-Abzug wegen Verstoßes gegen eine Linzenzbestimmung.

26. Spieltag (31. März): SC Wr. Neustadt – SC Austria Lustenau, Floridsdorfer AC – LASK Linz, WSG Wattens – FC Liefering, FC BW Linz – Kapfenberger SV 1919 (alle Freitag, 18.30 Uhr), SV Horn – FC Wacker Innsbruck (Freitag, 20.30 Uhr)