Lehre und Spitzensport als Einheit

22.03.2017 • 21:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Michelle Morik wird das Alpencamping in Nenzing übernehmen.
Michelle Morik wird das Alpencamping in Nenzing übernehmen.

Land Vorarlberg schafft die Struktur, um Nachwuchssportlern Lehrausbildung zu bieten.

Dornbirn. (VN-cha) Anfang Februar konnte Sebastian Manhart die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für ein berufsbegleitendes Studium für interessierte Sportler verkünden, nun durfte er ein weiteres Pilotprojekt vorstellen. Eine Lehrausbildung soll Nachwuchs-Spitzensportlern und -sportlerinnen ein berufliches Standbein neben dem Sport ermöglichen. Zugleich kann er sich dieses Modell auch im Breitensport vorstellen. Als erster Schritt werden ab Herbst die Lehrberufe Bürokaufmann/-frau bzw. Veraltungsassistent/-in angeboten. „Hier geht das Land mit gutem Beispiel voran“, bezieht sich Sportlandesrätin Bernadette Mennel auf letztere Berufsausbildung. Gleichzeitig hofft sie auf rege Mitwirkung weiterer heimischer Unternehmen und Betriebe. Angedacht ist bereits die Konzeption einer Ausbildung im Tourismus. Sehr zur Freude von Jung-Gastronomin und Ex-Skirennläuferin Michelle Morik, die zurückblickt: „Für mich als Aktive wäre es unmöglich gewesen, parallel zur Karriere eine Lehrausbildung zu absolvieren. Deshalb sehe ich es als gute Option, mit diesem neuen System jungen Menschen eine Ausbildungsmöglichkeit zu schaffen.“ Sebastian Manhart, Geschäftsführer des Olympiazentrums, erklärt: „Die Lehrzeit dauert länger. Das Ziel ist es, dank weniger täglichen Arbeitsstunden mehr Zeit für Trainingseinheiten zu haben.“ Die Grundidee des Systems ist es, Sicherheit zu bieten, dem Unternehmen und den Sportlern.

Sport-LR Bernadette Mennel und Sebastian Manhart. Foto: OZ
Sport-LR Bernadette Mennel und Sebastian Manhart. Foto: OZ

Bewerbungen für die Lehrausbildung sind an info@olympiazentrum-vorarlberg.at zu richten.