Die Tränen mussten sein

26.03.2017 • 19:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Stefan Kraft zeigt nach dem Weltcupsieg Emotionen. „Auf die Kugeln passe ich gut auf.“

Planica. Überflieger Stefan Kraft wurde zum Abschluss seiner eindrucksvollen Saison sehr emotional. „Es war noch einmal genial heute. Es war doch bis zum Schluss spannend, ich habe mir gedacht, dass es bis zum Schluss ein Fight wird. Dass ich heute dreimal ganz oben stehe, dreimal die Hymne hören darf, das ist schon unter die Haut gegangen.“

Kaum ein Österreicher hat in der abgelaufenen Wintersaison so oft die für ihn gespielte österreichische Bundeshymne gehört. Am Sonntag eben für Krafts Tagessieg sowie den Gewinn der kleinen und großen Kristallkugel. Und er ließ da die Saison Revue passieren. „Ich bin noch nie so emotional gewesen wie heute: Ich habe noch nie geweint wegen so was, normal nur, wenn mir etwas richtig wehtut, und das ist ganz selten. Heute hat es mir echt die Tränen rausgedrückt und ich habe fünf Minuten gebraucht, wie ich in die ganzen Gesichter geschaut habe.“

Es hat alles gepasst

Natürlich hätte Kraft gerne mit einem zweiten Flug die Saison beendet. „Aber als ich den Wind gesehen habe . . ., beim Skifliegen muss man echt aufpassen, das kann gefährlich werden.“ Auf die beiden Weltcup-Kugeln werde er gut aufpassen, scherzte er. „Denen wird es gut gehen bei mir. Es war eine Wahnsinns-Saison heuer und das jetzt so abschließen, ist eine große Ehre. Es hat alles gepasst, die Teamleistung war grandios, auch wenn es einmal nicht geklappt hat“, bedankte sich Kraft auch in Richtung seiner österreichischen Kollegen und Trainer.

Nun möchte Kraft viel Zeit mit Familie und Freunden verbringen, die Empfänge und Ehrungen genießen und zuvor noch „g‘scheit feiern“. Und Mitte April steht dann ein wohlverdienter Urlaub auf dem Programm. „Da haue ich mit meiner Freundin in Richtung Malediven ab“, freut sich Kraft.

Feiern und ab in den Urlaub: Kraft mit Freundin Marisa. Foto: gepa
Feiern und ab in den Urlaub: Kraft mit Freundin Marisa. Foto: gepa