Mit Höchststrafe hat Fußball ein Zeichen gesetzt

26.03.2017 • 19:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach. (VN-cha) Es war beileibe nicht das erste Mal, dass sich der Vorarlberger Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) mit gewalttätigen Auswüchsen eines Hörbranzer Nachwuchs-Fußballers* auseinandersetzen musste. Schon in den vergangenen Jahren war der Spieler mehrmals zu wochenlangen Sperren wegen Tätlichkeit verurteilt worden. Auch seine Klubs, erst SV Lochau und nun aktuell FC Hörbranz, hatten den Spieler aus disziplinären Gründen immer wieder intern gesperrt. Seine Übergriffe körperlicher und sprachlicher Natur im Winter bei einem Lochauer Hallenturnier gegen einen jungen Schiedsrichter** haben das Fass nun zum Überlaufen gebracht. „Sicherheit hat Vorrang, deshalb mussten wir fast die im ÖFB-Regulativ vorgesehene Höchststrafe von 72 Spielen aussprechen“, sagte STRUMA-Obmann Hans Bertsch nach der ersten Sitzung in diesem Jahr.

In Hörbranz reagierte Unter-16-Trainer Edgar Knünz, der ansonsten keine Probleme mit den insgesamt 36 U-16-Spielern hat, bestürzt. „Wir wollten ihm beim FC Hörbranz eine zweite Chance geben“, so Knünz. Seit dem Vorfall in Lochau und der klubinternen Sperre ist der Spieler aber nicht mehr im Training aufgetaucht.