Bullen lieferten Demonstration in Sachen Tor-Effizienz

Sport / 02.04.2017 • 20:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Während Bulle Valon Berisha (links) sehr viel gelang und der Schwede kaum in den Griff zu bekommen war, mühten sich Nikola Dovedan (rechts) und Co. vergeblich. Foto: gepa
Während Bulle Valon Berisha (links) sehr viel gelang und der Schwede kaum in den Griff zu bekommen war, mühten sich Nikola Dovedan (rechts) und Co. vergeblich. Foto: gepa

Das 0:5 klingt deshalb bitter, weil Altach dem Meister phasenweise mehr als die Stirn bot.

Altach. Nach 37 Minuten war es vorbei mit der Festspielstimmung in der Cashpoint-Arena. Mit dem unglücklichen Eigentor von Philipp Netzer zum 0:3 aus Altacher Sicht war das Spitzenspiel gegen die Elf aus der Mozartstadt zu früh entschieden. Irgendwie passte die Szenerie nach dem Pass von Valon Berisha in das Gesamtbild der Partie. Altachs Mannschaft mühte sich, die Fans sangen frohen Mutes – „Altach, hörst du die Kurve“ – allein der Effektivität und Kaltschnäuzigkeit der Bullen waren die Rheindörfler dieses Mal nicht gewachsen. Letztendlich nutzte all die Leidenschaft nichts, denn der Titelverteidiger spulte sein Programm einmal mehr meisterhaft ab.

Alles nahm bereits nach neun Minuten seinen Lauf, als eine ungewohnte Unordnung in der SCRA-Defensive, inklusive Torhüter, den Gästen einen billigen Führungstreffer ermöglichte. Während es vier Altach-Spieler bei einem Solo von Valon Berisha in schöner Reihenfolge verabsäumten, den Ball aus dem Gefahrenbereich zu befördern, fand das Leder den Weg zu Takumi Minamino und dessen Ableger auf Andreas Ulmer wurde von eben diesem in Torjägermanier verwandelt. Dass der 31-jährige Oberösterreicher eigentlich kein gelernter Goleador ist, bezeugen seine Daten: In zwölf BL-Saisonen erzielte er bislang neun Treffer in 239 Spielen. In Altach gelang ihm gleich ein Doppelpack, der erste seit seiner Regionalligazeit, wie er später verriet.

Personelle Änderungen

Altach war mit vier Veränderungen gegenüber dem Ried-Spiel in die Spitzenpartie gegangen. Lukse (Tor), Lienhart, Ngwat-Mahop und Dovedan sollten nicht nur mehr Stabilität garantieren, sondern auch mehr Angriffselan versprühen. Die Rechnung ging jedoch nicht auf, auch weil Ulmer nachdoppelte. Beim zweiten Tor des Salzburgers nickte selbst sein Trainer, Oscar Garcia, auf der Bank anerkennend mit dem Kopf. Denn mit einer Direktabnahme ins Kreuzeck schloss er eine Traumkombination von Minamo und Berisha, der einen Doppler mit der Brust spielte, ab (23.).

Es war schließlich eine Demonstration in Sachen Effektivität, gepaart mit individueller Klasse, was den Unterschied vor über 7400 Zuschauern ausmachte. Es war der zehnte Sieg der Salzburger in den letzten elf Spielen, darunter zweimal 5:0 und einmal 6:1.

Altach durchaus forsch

Die Scherb-Elf darf für sich verbuchen, beide Spielhälften sehr forsch angegangen zu sein, allein das Erfolgserlebnis, sprich das Tor, passierte nicht. Ob bei einem Dovedan-Freistoß (13.) oder als derselbe Spieler den Ball nach einem Walke-Fehler verpasste (27.) und schließlich auch nicht in der Druckphase nach dem Seitenwechsel, als gleich drei Eckbälle nicht zum Erfolg führten.

Jubelnde Bullen, Valentino Lazaro (l.) und Takumi Minamino sowie der Altacher Pechvogel Philipp Netzer.
               Fotos: gepa/2

Jubelnde Bullen, Valentino Lazaro (l.) und Takumi Minamino sowie der Altacher Pechvogel
Philipp Netzer.

Fotos: gepa/2

Fußball

Die Zahlen zum Spiel

Cashpoint SCR Altach FC RB Salzburg

11 Schüsse gesamt 10

 1 Schüsse auf das Tor 4

46 % Ballbesitz 54 %

 9 Ecken 1

14 Flanken aus dem Spiel 5

55 % Zweikampfquote 45 %

 2 Abseits 4

67 % Passquote 73 %

 6 Fouls 17