Druck auf Canadi wächst, ein Sieg im Cup muss her

02.04.2017 • 20:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rapids Liga-Misere hat auch in St. Pölten (1:1) ihre Fortsetzung gefunden.

Wien. Alle Energie in den Pokal – am Mittwoch muss der SK Rapid die letzte Möglichkeit nutzen, auch in der nächsten Saison international vertreten zu sein. Vier Tage nach dem Remis in St. Pölten muss die Elf von Trainer Damir Canadi im Cup-Viertelfinale wieder in der NV-Arena antreten. Wohl nur ein Cupsieg kann die verkorkste Saison noch halbwegs retten.

Seit acht Spielen ist der Rekordmeister ohne Sieg, weshalb auch der Druck auf den Coach wächst. „Es ist klar, dass man bei Rapid in die Kritik kommt, wenn man viele Spiele nicht gewinnt“, weiß der Wiener. Die Statistik nämlich spricht nicht für den 46-Jährigen. Seit seinem Amtsantritt brachte es Rapid in Pflichtspielen auf zwei Siege, sechs Remis und sieben Niederlagen. Bei einem derartigen Arbeitsnachweis ist ein baldiger Trainerwechsel nicht ausgeschlossen, wie auch Canadi weiß.

Zumindest für die anstehende Partie in St. Pölten gab es vom Geschäftsführer Sport, Fredy Bickel, eine Jobgarantie. Bei den Fans indes scheint der Geduldsfaden langsam zu reißen. Der grün-weiße Anhang, der sich beim Spiel in St. Pölten während der Partie noch mit Unmutsäußerungen zurückhielt, legte nach dem Schlusspfiff keinen Wert auf eine Verabschiedung von den Spielern, was etwa Stefan Schwab nicht verwunderte. „Wer uns heute noch zujubelt, dem muss man eh gratulieren.“ Auch Canadi zeigte Verständnis für das Verhalten der Fans. „Ich kann ihre Reaktion am Ende verstehen, denn die zweite Hälfte war nicht in Ordnung. Da hat man auch von der Körpersprache gesehen, dass meine Mannschaft nicht bereit ist.“