Traumstart für Scheider in die Rallycross-Saison

03.04.2017 • 18:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Timo Scheider überraschte beim WM-Auftakt in Barcelona. Foto: FIA
Timo Scheider überraschte beim WM-Auftakt in Barcelona. Foto: FIA

Wahl-Lochauer gelang beim Rallycross-WM-Auftakt mit Platz zwei Einstand nach Maß.

Barcelona. (VN-dg) Chapeau Timo! Der 38-jährige Neo-Rallycrosser überraschte beim Saisoneröffnungsrennen zur Rallycross-WM (WRX) mit dem zweiten Platz, knapp geschlagen nur vom amtierenden Weltmeister und ehemaligen DTM-Kollegen Mattias Ekström aus Schweden. Vor dem Saisonstart setzte sich Scheider als noch relativ Rallycross-unerfahrener Pilot heuer mindestens einen Podiumsplatz zum Ziel. Dieser Wunsch ging also für den Wahl-Lochauer somit schon beim ersten Event in Erfüllung. Auch der zweifache Weltmeister Petter Solberg – in Barcelona hinter Ekström, Scheider und dem Norweger Andreas Bakkerud Vierter – prophezeite, dass Timo heuer einige überraschen wird, womit der Norweger recht behalten sollte.

Scheider war schon in den vier Qualifikationsläufen mit seinem Ford-Fiesta seines MJP-Teams des Wieners Max J. Pucher nicht zu biegen. Im ersten Quali-Lauf noch Zwölfter, errang er im zweiten und dritten jeweils den zweiten Platz, und mit Rang fünf im vierten Qualifikationslauf setzte er sich mit 161 Qualifying-Punkten knapp gegen Ekström (Audi) durch und durfte somit von der Poleposition aus in sein Halbfinale der besten zwölf starten, wo er hinter dem Schweden Johan Kristofferson Zweiter wurde und somit locker den Einzug ins Finale der besten sechs Piloten schaffte. Dort gelang Ekström ein perfekter Start und er bog vor Scheider in die erste Kurve ein.

Ehemalige Markenkollegen

Die früheren Markenkollegen aus der DTM setzten sich rasch von ihren Verfolgern ab. Scheider kam aber nie in eine Position, aus der er Ekström hätte angreifen können, auch wenn er gegen Rennende den Rückstand auf den zweimaligen DTM-Gesamtsieger auf knappe 0,362 Sekunden verkürzen konnte. Im Ziel feierte Timo seinen zweiten Platz wie einen Sieg: „Wir sind hier praktisch als Nobody hingekommen und hatten daher überhaupt nichts erwartet. Jetzt sofort auf dem Podium zu stehen, ist absolut fantastisch.“