Ein Sieg über den „Bruder“

05.04.2017 • 21:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Luiz Otavio (r.) bejubelt seinen Siegtreffer für Chapecoense im Hinspiel der Copa Sudamericana gegen Atlético Nacional. Foto: afp
Luiz Otavio (r.) bejubelt seinen Siegtreffer für Chapecoense im Hinspiel der Copa Sudamericana gegen Atlético Nacional. Foto: afp

Der brasilianische Verein AF Chapecoense hat vier Monate nach dem Flug­zeugunglück einen emotionalen Sieg gelandet.

Chapecó. Getragen von Momenten des Gedenkens an die Opfer der Flugzeugtragödie und der Danksagung an Kolumbien hat der brasilianische Erstligist Chapecoense mit einem 2:1 gegen Atlético Nacional aus Medellín die Hand nach dem südamerikanischen Supercup und damit seinem zweiten internationalen Titel ausgestreckt.

Sehr emotionaler Abend

Beide Teams hätten eigentlich schon am 30. November des vergangenen Jahres ein Finale, das der Copa Sudamericana, bestreiten sollen. Die Maschine mit dem Chape-Tross stürzte jedoch kurz vor der Landung unweit von Medellín ab.

Die Region um Medellín hatte nach dem Unglück mit 71 Opfern uneingeschränkt Hilfe geleistet, der aktuelle Libertadores-Cup-Champion dem brasilianischen Team gar als letzte Ehrung den zweitwichtigsten kontinentalen Klubtitel überlassen. Vor dem Recopa-Hinspiel in Chapecó zeigten die 22 Spieler aber auch Solidarität mit der kolumbianischen Stadt Mocoa, in der eine Schlammlawine über 250 Personen unter sich begraben hatte.

Applaus für den Gegner

Für das zweite Duell am 10. Mai in Medellín verschafften sich die Hausherren dank der Tore von Reinaldo (23./Handelfmeter) und Luiz Otávio (74.) einen Vorteil. Doch die über 20.000 Zuschauer in der Arena Condá applaudierten auch dem zwischenzeitlichen Ausgleich der als „Brüder“ empfangenen und während des Tages mit zahlreichen Gesten geehrten Gäste durch Macnelly Torres (59.).