Es fehlt noch der wichtigste Sieg

05.04.2017 • 20:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Für die Vienna Capitals ist der zweite EBEL-Meisterpokal in Reichweite.

Wien. Die Fans in der Albert-Schultz-Halle hatten ihre helle Freude, die Trainer weniger. Zwölf Tore wurden den über 7000 Zuschauern in Kagran geboten und wahrscheinlich eine Vorentscheidung im Kampf um den österreichischen Meistertitel. Nach dem 7:5-Sieg der Vienna Capitals gegen den KAC haben die Wiener ihren zweiten Meisterpokal nach 2005 in Griffweite.

Die Capitals führen in der Serie mit 3:0, ein solcher Rückstand ist erst einmal – 2010 von Linz – gedreht worden. Dennoch bleiben die Caps vor dem vierten Finalspiel morgen in Klagenfurt zurückhaltend. „Der vierte Sieg ist immer der schwierigste, vor allem im Finale. Aber wir werden alles geben, wir wollen nicht mehr als vier Spiele spielen“, sagte David Kickert. Der Capitals-Torhüter ist wie schon zwei Tage davor in Klagenfurt für J.P. Lamoureux eingewechselt worden (28.) und hat in gesamt 62 Minuten nur einen Gegentreffer kassiert.

Kampf bis zur letzten Sekunde

Der Lohn war eine bejubelte Hauptrolle in einem Spektakel, das so viele Tore wie zuletzt vor 16 Jahren (vor Einführung der EBEL) in einem Finalspiel gebracht hat. „Unbeschreiblich. So ein enges Spiel vor so vielen Leuten zu Hause noch zu gewinnen“, freute sich Kickert.

Die Capitals, die Innsbruck und Bozen jeweils mit 4:0 Siegen eliminiert hatten, haben nun sogar die Chance, ohne Play-off-Niederlage den Titel zu holen. Das hat es in der EBEL noch nicht gegeben.

Wenn es nach dem KAC geht, soll das auch so bleiben. „Wir werden kämpfen bis zur letzten Sekunde. Wien braucht vier Siege, wir werden alles tun, um das zu verhindern. Wir werden nie aufgeben und um jeden Zentimeter auf dem Eis kämpfen“, versprach KAC-Trainer Mike Pellegrims.