Rapid mit Befreiungsschlag

05.04.2017 • 21:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die St. Pöltner, im Bild Marco Perchtold (links) und Babacar Diallo (rechts) waren im Cup gegen Rapids Joelinton und seine Nebenleute ohne Chance. Foto: gepa
Die St. Pöltner, im Bild Marco Perchtold (links) und Babacar Diallo (rechts) waren im Cup gegen Rapids Joelinton und seine Nebenleute ohne Chance. Foto: gepa

Canadi-Elf nach 3:1 in St. Pölten im Cup-Halbfinale. Auch Salzburg und Admira in der Vorschlussrunde.

Schwarzach. Rapid darf nach dem ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2017 weiter auf eine Europacup-Teilnahme hoffen. Die in der Bundesliga auf Platz sieben abgerutschten Wiener feierten im Cup-Viertelfinale einen 3:1-Sieg beim SKN St. Pölten. Maximilian Wöber, Mario Pavelic und Stefan Schwab trafen für die Gäste, die schon seit 1995 auf ihren 15. Cup-Triumph warten.

Der angezählte Rapid-Trainer Damir Canadi, dessen Team in der Meisterschaft seit acht Runden sieglos ist und nur noch acht Zähler vor Schlusslicht Ried – am Samstag auswärts nächster Liga-Gegner – liegt, durfte vorerst aufatmen. Seine Bilanz nach dem 16. Pflichtspiel auf der Bank der Hütteldorfer lautet nun drei Siege, sechs Remis und sieben Niederlagen. Im Cup-Halbfinale sind Titelverteidiger RB Salzburg, Vorjahresfinalist Admira oder der überlegene Erste-Liga-Spitzenreiter LASK die möglichen Gegner.

Die Rapidler, die in der Bundesliga nur ein 1:1 beim Aufsteiger in St. Pölten erreicht hatten, bestimmten von Beginn weg die Partie mit gutem Umschaltspiel. Nach einer Pavelic-Flanke startete Wöber am langen Eck goldrichtig und schoss den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Es war das erste Pflichtspieltor für den 19-jährigen Abwehrspieler, der den erkrankten Mario Sonnleitner ersetzte. Danach verabsäumte es die Canadi-Elf aber, das Match schon in der ersten Hälfte vorzeitig zu entscheiden.

Nach dem Wechsel hatten die zuvor völlig harmlosen Hausherren ihren ersten gefährlichen Auftritt. Eine Glanztat von Rapid-Goalie Tobias Knoflach, der einen Schuss von Marco Perchtold in den Corner abwehrte, vereitelte aber den Ausgleich für St. Pölten (70.). Wenig später war die Partie entschieden. Nach einem Einwurf spielte der eben erst eingewechselte Giorgi Kvilitaia mit seiner ersten Ballberührung perfekt weiter auf Pavelic, der ins lange Eck traf.

Fußball

ÖFB Samsung Cup

Viertelfinale

FK Austria Wien – FC Admira Wacker Mödling 1:2 (1:2)

Ernst-Happel-Stadion, 5054 Zuschauer, SR Muckenhammer (OÖ)

Torfolge: 6. 0:1 Knasmüller, 14. 0:2 Monschein, 34. 1:2 Kevin Friesenbichler

Gelbe Karten: Filipovic, Serbest bzw. Toth, Leitner, Starkl

FK Austria Wien (4-2-3-1): Hadzikic; Pires, Rotpuller, Filipovic, Martschinko; Serbest, Holhauser (86. Kvasina); Venuto (86. Kayode), Alexander Grünwald, Tajouri-Shradi; Kevin Friesenbichler (91. Mohammed)

FC Admira Wacker Mödling (4-2-3-1): Leitner; Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner (67. Posch); Lackner, Toth; Starkl (87. Grozurek), Knasmüllner, Bajrami; Monschein

FC RB Salzburg – Kapfenberger SV 1919 2:1 n. V./1:1 (1:1, 0:1)

Red-Bull-Arena, 2856 Zuschauer, SR Grobelnik (W)

Torfolge: 8. 0:1 João Victor, 20. 1:1 Radosevic, 110. 2:1 Haidara

Gelbe Karten: Radosevic, Schlager bzw. Frieser, Meusburger, Budnik

FC RB Salzburg (4-4-2): Stankovic; Lainer, Schwegler, Caleta-Car, Stangl (104. Haidara); Lazaro, Radosevic, Schlager, Christoph Leitgeb (59. Wanderson); Minamino, Hwang (72. Mergim Berisha)

Kapfenberger SV (4-4-2): Gartler; Seebacher, Feyrer, Lakic, Pesic, Haas; Frieser (65. Hodzic/105. Bahtic), Meusburger, Sencar, Flecker; Budnik (84. Maier), João Victor

SKN St. Pölten – SK Rapid Wien 1:3 (0:1)

NV-Arena, 7500 Zuschauer, SR Drachta (OÖ)

Torfolge: 17. 0:1 Wöber, 73. 0:2 Pavelic, 83. 0:3 Schwab, 90./+ 6 1:3 Wöber (Eigentor)

Gelbe Karten: Luckassen, Diallo, Huber bzw. Pavelic

SKN St. Pölten (4-2-3-1): Vollnhofer; Stec, Huber, Diallo, Grasegger (79. Doumbouya); Ambichl, Perchtold; Kormaz, Thürauer (60. Hartl), Dieng; Luckassen (72. Schütz)

SK Rapid Wien (3-5-2): Knoflach; Maximilian Hofmann, Dibon, Wöber; Pavelic, Szanto (78. Steffen Hofmann), Schwab, Auer, Schrammel; Murg (73. Kvilitaia), Joelinton (79. Jelic)

SV Grödig – LASK Linz 0:3 (0:0)

Halbfinale: 25./26. April

Die Auslosung erfolgt live im Rahmen der Sendung „Sport am Sonntag“ (ab 18.30 Uhr/live ORF eins).

Finale: 19. Mai/Klagenfurt