Vettel und Hamilton heiß auf China

05.04.2017 • 20:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wer krönt sich in Schanghai zum Kaiser von China? In Melbourne hatte Sebastian Vettel die Nase vor Lewis Hamilton. Foto: apa
Wer krönt sich in Schanghai zum Kaiser von China? In Melbourne hatte Sebastian Vettel die Nase vor Lewis Hamilton. Foto: apa

Ferrari gegen Mercedes. Der Kampf Rot gegen Silber geht in China in die zweite Runde.

Schanghai. Für den Kampf der Giganten krempelt Lewis Hamilton jetzt sogar sein Leben um. Nach seiner überraschenden Auftaktpleite gegen Ferrari-Star Sebastian Vettel düste der 32-Jährige nicht wie in den vergangenen Jahren zum lockeren Zeitvertreib gleich nach Asien, sondern flog zurück nach Europa.

Der Ehrgeiz ist erwacht

„Um mich perfekt auf das nächste Rennen vorzubereiten“, sagte Hamilton vor dem Großen Preis von China. Die Niederlage von Australien, der jubelnde Vettel, das alles hat den Ehrgeiz des Briten gekitzelt: „Ich will die Weltmeisterschaft mehr als jemals zuvor gewinnen.“ Hamilton spürt, dass Vettel in dieser Saison ein echter Konkurrent werden könnte.

„Ich hoffe, das ist der Beginn von etwas Großem“, sagte Vettel nach seinem Triumph von Melbourne, in seiner dritten Saison für Ferrari geht er endlich mal nicht mit einem riesigen Rückstand auf die Silberpfeile in die Saison. „Je näher wir ihm rücken können, desto besser“, sagte der 29-Jährige vor der zweiten Runde im Kampf gegen Hamilton. Erstmals seit November 2013 geht Vettel als WM-Führender in einen Grand Prix. „Es kämpfen jetzt die Besten gegeneinander“, sagte Hamilton, der aus dem Duell nur zu gerne einen Dreikampf machen würde: „Es wäre toll, wenn wir auch Fernando (Alonso, d. Red.) da vorne sehen würden. Das wird aber leider so schnell nicht passieren.“ Der Spanier fährt mit McLaren-Honda nur hinterher.

„Langsam zahlt es sich aus“

Mit Vettel hat Hamilton schließlich auch erst mal genug zu tun. Der Deutsche wirkt gelöst und selbstbewusst wie lange nicht. „Wir haben unsere Arbeit gemacht, und das zahlt sich langsam aus“, sagte er. Auch bei der Konkurrenz nehmen sie die rote Gefahr ernst. „An diesem Tag in Melbourne war Ferrari besser. Jetzt müssen wir daran arbeiten, wie wir sie wieder schlagen können“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Es gehe darum die „eigenen Hausaufgaben zu erledigen, um unsere Performance zu optimieren. Man muss den Finger in die Wunde legen, seine Schwächen erkennen und darauf reagieren“.

Formel 1

Großer Preis von China in Schanghai

Freitag

1. freies Training 4.00 Uhr

2. freies Training 8.00 Uhr

Samstag

3. freies Training 6.00 Uhr

Qualifikation 9.00 Uhr

Sonntag

Formel-1-GP von China 8.00 Uhr

Fernsehen: ORF 1, RTL, Sky live

Formel 1. São Paulos Bürgermeister Joao Doria plant den Verkauf der Formel-1-Rennstrecke von Interlagos und rechnet mit Bernie Ecclestone als Bieter. Die Veräußerung soll der Zukunftssicherung des Brasilien-GP dienen.

Reiten. Springreit-Olympiasieger Nick Skelton hat sein Karriereende nach dem Turnier in Windsor Mitte Mai angekündigt. Der 59-jährige Brite hatte 2016 in Rio Gold gewonnen. Er werde sich gemeinsam mit seinem Spitzenpferd Big Star (14) aus dem Spitzensport zurückziehen.

Doping. Drei weitere Medaillengewinner sind vom Olympischen Komitee bei Nachtests der Proben der Sommerspiele 2008 in Peking und 2012 in London des Dopings überführt worden. Der Bekannteste des Trios ist der usbekische Freistilringer Artur Taymasow.