Null als wichtigste Erkenntnis

09.04.2017 • 19:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sicherheit zuerst: In der Schlussphase schickte Altach-Trainer Martin Scherb noch Defensivmann Jan Zwischenbrugger auf das Spielfeld. Foto: gepa
Sicherheit zuerst: In der Schlussphase schickte Altach-Trainer Martin Scherb noch Defensivmann Jan Zwischenbrugger auf das Spielfeld. Foto: gepa

Cashpoint Altach holt bei Wolfsberg verdientermaßen einen wichtigen Punkt.

Wolfsberg. Keine Tore, nur wenige Torchancen, eine gerechte Punkteteilung – und am Ende durchaus zufriedene Gesichter auf Altacher Seite. Weil man ergebnistechnisch wieder anschreiben konnte, weil man nach zuletzt sieben Gegentreffern in zwei Spielen die Null hielt. „Unser Ziel war es, kompakt zu stehen. Das ist uns gut gelungen“, nahm auch SCRA-Stürmer Hannes Aigner das 0:0 in Wolfsberg zufrieden zur Kenntnis. Natürlich hätte man gerne mehr nach vorne gemacht, gerade er als Stürmer hätte sich durchaus die eine oder andere Situation mehr gewünscht. „Klar, drei Punkte wären gut für unsere Seele gewesen“, sagte der 36-Jährige, der für Philipp Netzer die Kapitänsbinde trug. Der Abwehrchef hatte sich am Spieltag im Vormittagstraining das Genick verrenkt und musste für das Spiel w. o. geben. Für Netzer rückte Bernhard Janeczek in die Mannschaft, an der angedachten taktischen Ausrichtung änderte dies allerdings nichts.

Coach Martin Scherb hatte sich für eine Doppelsechs mit Lukas Jäger und Patrick Salomon im Mittelfeld entschieden – und eine Viererabwehr, um in der Defensive mehr Stabilität zu bekommen. „Für uns war es der richtige Schritt“, stellte Aigner am Tag danach fest. Vielleicht sei es fußballerisch „kein Leckerbissen“ , aber letztendlich sei der Punkt sehr wichtig gewesen; das in einem Spiel, in dem sich beide Mannschaften über weite Strecken neutralisiert hatten, allerdings Goalie Andreas Lukse kurz vor dem Ende (85.) mit einer sehr guten Parade – nach einem Freistoß von Christoph Wernitznig – den Punktgewinn festhielt. Zuvor waren es vor allem die Altacher, die mehr Spielanteile hatten und die auch gefälliger agierten und kombinierten. Nur im letzten Drittel passte die Abstimmung nicht wirklich, große Möglichkeiten blieben deshalb aus. Ein abgefälschter Freistoß von Niklas Dovedan (31.) wurde von WAC-Keeper Alexander Kofler pariert. Glück hatte der ehemalige Austria-Lustenau-Schlussmann nach Seitenwechsel, als ein Schuss von Moumi Niclas Ngamaleu knapp das Tor verfehlte (61.). Aus Sicht von Aigner hätte zudem ein Ausschluss für die Kärntner passieren müssen, was die Aufgabe durchaus erleichtert hätte. Kurz vor dem Ende aber zückte der Unparteiische Gelb-Rot gegen Altach, als der mit Gelb vorbelastete Abwehrspieler Janeczek gegen Klem erneut überhart einstieg (84.). Das wiederum brachte Kotrainer Stefan Fuhrmann so in Rage, dass er ebenfalls Rot sah und vom Schiedsrichter auf die Tribüne verbannt wurde.

Louis Clement Ngwat-Mahop, im Bild attackiert von Mario Leitgeb, erwischte in Wolfsberg nicht seinen besten Tag.
Louis Clement Ngwat-Mahop, im Bild attackiert von Mario Leitgeb, erwischte in Wolfsberg nicht seinen besten Tag.

Fußball

Die Zahlen zum Spiel

Wolfsberger AC Cashpoint SCR Altach

10 Schüsse gesamt 6

 3 Schüsse auf das Tor 1

39 % Ballbesitz 61 %

 3 Ecken 3

14 Flanken aus dem Spiel 5

44 % Zweikampfquote 56 %

 4 Abseits 6

58 % Passquote 76 %

25 Fouls 7