„Bullen“ ebnen den Weg in den Europacup

10.04.2017 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Leipzigs Oliver Mintzlaff. ap
Leipzigs Oliver Mintzlaff. ap

Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff nicht mehr der globale Fußballchef von Red Bull.

Leipzig. Das letzte öffentliche Geschmäckle auf dem Weg in die Champions League ist aus Sicht von RB Leipzig auch noch beseitigt. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff ist seit geraumer Zeit nicht mehr Head of Global Soccer von Red Bull ist. Der 41-Jährige habe diese Tätigkeit aus freien Stücken beendet. Der Verein hob auch hervor, dass dies nicht wegen der möglichen Verquickungen mit Red Bull Salzburg bei einer gleichzeitigen Teilnahme beider Mannschaften am internationalen Wettbewerb passiert sei. Schon Ende März hatte Mintzlaff selbst betont, dass er nicht nachvollziehen könne, dass eine denkbare Auslosung von Leipzig und Salzburg in eine Gruppe bei manchem ein Geschmäckle hervorrufen könnte.

Die Salzburger sind auf dem Weg in die Qualifikation zur europäischen Meisterklasse. Leipzig würde als BL-Zweiter direkt einziehen. Mehrfach beteuerten die Leipziger bereits, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht hätten und ohne Sorgen der Zulassung durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) entgegensehen würden, wenn die sportliche Qualifikation geschafft ist. In den letzten Jahren habe „ein Entflechtungsprozess stattgefunden“, hatte Mintzlaff erklärt. Dazu gehört, dass Ralf Rangnick seit Sommer 2015, als der Aufstieg in die erste Liga feststand, nicht mehr Sportdirektor in Leipzig und Salzburg ist. Den Job beim Heimatverein von Red Bull beendete Rangnick, seitdem kümmert sich der 58-Jährige nur noch um Leipzig.

Dass auch dies nötig war, um die beiden Vereine sport­rechtlich als getrennt voneinander anzusehen, wusste auch Mintzlaff. Rangnick habe seine Doppelfunktion auch mit dem Wissen beendet, „dass man hier irgendwann mal, sicherlich nicht so schnell wie es jetzt möglicherweise der Fall sein wird, europäisch spielt“.