Garcia nutzte die zweite Chance

10.04.2017 • 18:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Triumph beim Masters in Augusta ist perfekt: Für Sergio Garcia fiel der Putt am ersten Extra-Loch.  Foto: ap
Der Triumph beim Masters in Augusta ist perfekt: Für Sergio Garcia fiel der Putt am ersten Extra-Loch. Foto: ap

Der Spanier gewann im Stechen gegen Rose das Golf-Masters in Augusta.

Augusta. Golfprofi Sergio Garcia hat endlich sein erstes großes Turnier gewonnen. Der Spanier triumphierte beim US Masters in Augusta im Stechen gegen Justin Rose und kämpfte mit den Tränen. „Es ist unglaublich. Ich musste lange auf den Tag warten“, sagte Garcia. Bernd Wiesbergers Hoffnungen beim dritten Masters-Start erfüllten sich hingegen nicht.

Im National Golf Club lieferte sich Garcia mit Rose einen hochdramatischen Krimi. Mit 279 Schlägen mussten beide Golfer ins Stechen. Der 37-Jährige verpasste dabei am 18. Loch ein Birdie und die erste Chance zum Sieg. In der Verlängerung benötigte er dann zwei Schläge weniger als der 36-jährige Engländer. „Ich habe eigentlich kaum Fehler gemacht. Daher hat er es verdient, ich freue mich für ihn“, erklärte der zweitplatzierte Rose.

Den Glauben nicht verloren

Dabei patzte Garcia auf der 10. und 11. Spielbahn mit einem Bogey. Mit einem Birdie und einem Eagle am 14. und 15. Loch kämpfte sich der Profi wieder zurück. „Es ist wichtig, in der Phase nicht den Glauben zu verlieren“, erklärte Garcia, der sich erstmals das berühmte grüne Sakko des Siegers überstreifen durfte. „Auch wenn ich Fehler gemacht habe, fühlte ich mich an einem Major-Sonntag selten so gut.“

Dabei war seine mentale Stärke in der Vergangenheit nicht nur von anderen infrage gestellt worden. Auch er selbst hegte offensichtlich große Zweifel. „Ich habe nicht, was es braucht“, erklärte er nach einer schwachen dritten Runde des Masters 2012, in der er sich um die Titelchance gebracht hatte. „Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich um Platz zwei oder drei spiele – in jedem Major.“ Die Dinge haben sich zum Besseren gewendet. „In letzter Zeit denke ich ein bisschen anders, ein bisschen positiver“, beschrieb Garcia seine neue Herangehensweise.

Für Wiesberger endete der dritte Start beim Masters mit gemischten Gefühlen. Auf der Schlussrunde kam er auf eins unter Par und damit 71 Schläge. Für den 31-Jährigen war es der resultatsmäßig beste der vier Tage, gesamt kam er auf 296 Schläge. Der Burgenländer war aus den ersten neun Löchern mit je zwei Birdies und Bogeys herausgegangen. Auf der „Back Nine“ ließ er zwar vier Birdies folgen, aber auch ein Bogey und – am Schlussloch – ein Doppel-Bogey.

In Summe enttäuschend

„Es war in Summe eigentlich eine eher enttäuschende Woche für mich“, sagte Wiesberger, der 2015 in Augusta als erster Österreicher überhaupt dabei gewesen und als 22. auf Anhieb bester Debütant geworden war. „Ich habe eigentlich recht gutes Golf gespielt, bin aber bei einigen Löchern doch recht unglücklich davongekommen. Ich bin einfach nie wirklich in einen Lauf gekommen und hätte mir, denke ich, doch einen etwas besseren Score verdient. Aber so ist Golf nun einmal.“

Es ist unglaublich. Ich musste lange auf den Tag warten.

Sergio Garcia
Sergio Garcia und die Trophäe für den ersten Masters-Titel. Foto: apa
Sergio Garcia und die Trophäe für den ersten Masters-Titel. Foto: apa