Barça braucht wieder ein Fußball-Wunder

11.04.2017 • 21:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der zweifache Torschütze Paulo Dybala (l.) feiert seinen ersten Treffer mit Juan Cuadrado. Foto: Reuters
Der zweifache Torschütze Paulo Dybala (l.) feiert seinen ersten Treffer mit Juan Cuadrado. Foto: Reuters

Nach 0:3 in Turin gegen ein entfesselt spielendes Juventus stehen die Katalanen vor dem CL-Aus.

Turin. Jetzt braucht es kommende Woche im Camp Nou eine ähnliche Trotzreaktion wie im Achtelfinale: Da hatten die Katalanen nach einem 0:4 bei PSG durch ein 6:1 im Rückspiel den Spieß noch umgedreht. In Turin enttäuschte das Team um den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen auf der ganzen Linie. Paulo Dybala brachte Juventus mit Weltmeister Sami Khedira in der Schaltzentrale mit einem Doppelschlag (7./22.) auf die Siegerstraße. Giorgio Chiellini (55.) verbesserte nach der Pause noch einmal die Ausgangsposition der Italiener.

Die Gastgeber gaben von Beginn weg den Ton an und ließen vor allem die gefürchtete Barca-Offensive mit Luis Suárez, Lionel Messi und Neymar kaum zur Entfaltung kommen. Nachdem der Argentinier Dybala mit einem sehenswerten Schuss ter Stegen beim 1:0 keine Chance gelassen hatte, waren Messi und Co. nur kurz geschockt. Nach einem Traumpass von Messi scheiterte Kapitän Andres Iniesta in der 21. Minute an Italiens Nationaltorwart Gianluigi Buffon. 60 Sekunden später schlug dann Dybala ein zweites Mal zu. Die Vorarbeit hatte Mario Mandžukic geleistet.

Eine tolle Heimbilanz

Nach der Pause erhöhten die Gäste kurzzeitig den Druck, aber die Defensive der Italiener ließ keine großen Möglichkeiten zu. Iniesta gab in der 52. Minute noch einen Verzweiflungsschuss ab, anschließend übernahm aber wieder Juve das Kommando.

Die Turiner sind durch den Sieg in der Königsklasse seit 22 Spielen vor eigenem Publikum ungeschlagen und dürfen weiter vom Triple träumen. Beim letzten Duell zwischen Juve und Barcelona vor zwei Jahren hatte Barça die Italiener im Finale mit 3:1 in die Schranken gewiesen.