„Besorgnis war Leuten in Gesichtern anzusehen“

11.04.2017 • 21:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Hörbranzer Gerhard Fehr (45) war gestern im BVB-Stadion. Er postete ein Foto, als erste Informationen über die Explosionen bekannt wurden.
Der Hörbranzer Gerhard Fehr (45) war gestern im BVB-Stadion. Er postete ein Foto, als erste Informationen über die Explosionen bekannt wurden.

Vorarlberger im BVB-Stadion: Große Disziplin unter den Zuschauern.

Dortmund. (VN-mig) Es hätte ein schöner Fußballabend werden sollen. Gerhard Fehr (45) war gemeinsam mit drei Freunden nach Dortmund gereist. Er saß bereits im Stadion, als über die Mikrofone von einem „gravierenden Zwischenfall“ berichtet wurde. „Es besteht hier im Stadion kein Grund zur Panik“, so der Stadionsprecher weiter. Über sein Handy hatte der in Zürich lebende Hörbranzer bereits davor Informationen. „Wir wussten, dass drei Sprengsätze explodiert waren“, schildert der Unternehmer den VN. Die Besorgnis sei natürlich groß gewesen, auch bei seiner Familie. „Meine Frau hat mich gleich angerufen, um zu fragen, ob alles in Ordnung ist.“ Den Menschen im Stadion habe man die Ereignisse in den Gesichtern angesehen. „Da war auf der einen Seite diese große Besorgnis und auf der anderen die Gelassenheit der Menschen aus dem Ruhrpott“, so Fehr. Schon um 20.15 Uhr kamen Informationen, das Spiel könnte abgesagt werden. Das bestätigte sich um 20.30. Die Zuschauer hätten das Stadion sehr geordnet verlassen. Fehr selbst zählte gemeinsam mit seinen Freunden zu den letzten Gruppen, die nach draußen durften. „Man hatte uns gebeten, noch zu warten“, so der Vorarlberger im Gespräch mit den VN.

Für Gerhard Fehr und seine Freunde war das Wichtigste, gesund nach Hause zu kommen. Bereits heute fliegen sie zurück nach Zürich. Aus dem schönen Fußballabend in Dortmund ist allerdings nichts geworden.