Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Achtung vor Platzsturm

Sport / 14.04.2017 • 19:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Noch während der Rapid-Pressekonferenz, die auf dem Social-Media-Kanal übertragen wurde, fiel bei einem Kommentar das Wort Platzsturm. Es ist also Feuer am Dach des Klubs, der sich wie kein anderer den eigenen Fans ausliefert. Sowohl im positiven wie im negativen Sinn.

Anders ist es wohl kaum zu erklären, weshalb sich die „Rapid Ultras“ knapp eine Woche nach der Niederlage der Mannschaft in Ried auf ihrer Homepage damit brüsten, Spieler und die sportlich Verantwortlichen zur Brust genommen zu haben. Mit dem Nachsatz: „Sie haben den Eindruck gemacht, als hätten sie wirklich überrissen, was auf dem Spiel steht.“ Was aber passiert, wenn der Rekordmeister nun auch gegen Altach verlieren sollte? Bleibt es dann ruhig im Stadion? Fragen, die sich vorab nicht beantworten lassen. Nach dem Ried-Spiel war von Handlungsbedarf zu lesen. Vor einer Woche wurde der Rapid-Bus mit der Mannschaft von der Autobahn geholt und die Spieler mussten sich von ihren Anhängern beschimpfen lassen. Schlimm genug, dass die Rapid-Führung dies unter „Normalität“ ablegt.

Nicht zuletzt die Ereignisse von Dortmund haben gezeigt, wie sehr der Fußball in den Mittelpunkt gerückt ist. Wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch. Gleichzeitig wurde einem klar vor Augen geführt, dass es im Leben noch weit wichtigere Dinge gibt. Fußball ist und bleibt die schönste Nebensache der Welt, welch wahrer Spruch.