Austria nur als Meistergratulant

Sport / 14.04.2017 • 20:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Flugeinlagen der beiden Austrianer, Torhüter Christopher Knett (rechts) und Peter Haring, nützen nichts, der Ball findet den Weg zur 1:0-Führung für den LASK ins Netz. Foto: gepa
Die Flugeinlagen der beiden Austrianer, Torhüter Christopher Knett (rechts) und Peter Haring, nützen nichts, der Ball findet den Weg zur 1:0-Führung für den LASK ins Netz. Foto: gepa

Nach 0:2 der Lustenauer beim LASK ist den Linzern der Titel nicht mehr zu nehmen.

Pasching. Erst nach einer Stunde wurde so richtig Fußball gespielt. Vor allem vonseiten der Gäste aus Lustenau, die vor den Augen ihres Neotrainers vor allem in Halbzeit eins nur mit Defensivarbeit beschäftigt waren. Die von Interimscoach Daniel Ernemann mit einer Dreierabwehr auf das Feld geschickte Mannschaft vermochte 45 Minuten lang offensiv kaum für Entlastung zu sorgen. Zu präsent war Fastmeister LASK, zu harmlos waren die eigenen Versuche. Doch auch die Oberösterreicher, die auf dem Weg zum Gewinn der Meisterschaft sind, waren weit davon entfernt, ein Offensivfeuerwerk abzubrennen. Erst nach 25 Minuten wurde der erste Torschuss gezählt. Manuel Kerhe prüfte Austria-Keeper Christopher Knett.

Nur wenig später war es erneut der quirlige Kerhe, dessen zweiter Abschluss den Führungstreffer für den LASK bedeutete. Diesem vorausgegangen war ein doch hartes Tackling von Imbongo an Firat Tuncer. Mit seinem in den Rücken der Abwehr gespielten Ball legte dann der in Kinshasa geborene Stürmer ideal für den heraneilenden Kerhe auf, dessen Schuss auf dem Weg ins Tor schließlich noch von Peter Haring abgefälscht wurde (32.).

Es sollte der einzige Höhepunkt vor der Pause bleiben. Beide Mannschaften neutralisierten sich ansonsten sehr gut, vor allem die Lustenauer agierten sehr diszipliniert. Leider blieb dadurch der von Präsident Hubert Nagel so geliebte Offensivfußball auf der Strecke. Ein harmloser Wießmeier-Abschluss war die einzige Ausbeute.

Der LASK machte alles klar

Nach Seitenwechsel wurde die Partie dann lebhafter, auch weil die Grün-Weißen aus dem Ländle mehr Energie in ihre Angriffe legten. Die große Möglichkeit zum Ausgleich vergab schließlich Bruno in der 66. Minute. Nach einem sehr schönen Zusammenspiel mit Jodel Dossou lief der Brasilianer alleine auf LASK-Goalie Pavao Pervan zu, doch sein Flachschuss strich um Zentimeter am Tor vorbei ins Aus. Nicht viel besser machte es auf der Gegenseite der eingewechselte Alexander Riemann, der nach einem idealen Zuspiel an Austria-Keeper Christopher Knett scheiterte (82.). Hatte der Schlussmann in der Szene das kurze Eck richtig zugemacht, so patzte er dann vor dem zweiten Gegentreffer. Weil er Riemanns Hereingabe nicht festhielt, konnte Kerhe den Endstand fixieren (87.).

Austrias Daniel Sobkova (links) kann Manuel Kerhe nur regelwidrig stoppen. Foto: gepa
Austrias Daniel Sobkova (links) kann Manuel Kerhe nur regelwidrig stoppen. Foto: gepa