Am Ende erfüllte sich der Traum nicht

17.04.2017 • 20:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gut gefüllt war die Tribüne der Sportanlage Ratz in Röthis, wo die Frauen des FFC Vorderland ihr erstes ÖFB-Cup-Halbfinale bestritten. Foto: Sams
Gut gefüllt war die Tribüne der Sportanlage Ratz in Röthis, wo die Frauen des FFC Vorderland ihr erstes ÖFB-Cup-Halbfinale bestritten. Foto: Sams

Vorderlands Frauen verpassten das Cupfinale – 1:4-Pleite gegen Neulengbach.

Röthis. Am Ende blieb die Osterüberraschung aus und der Traum vom Cupfinale unerfüllt. Trotz der Enttäuschung, die den Gesichtern der Spielerinnen des FFC Vorderland abzulesen war, durfte man seitens des Jubilars eine zufriedene Bilanz ziehen. Zumal gut 500 Besucher nicht nur zum Halbfinale gegen Neulengbach nach Röthis kamen, sondern auch das fünfjährige Jubiläum des einzigen reinen Frauen-Fußballklubs in Vorarlberg feierten.

Sportlich war es lange Zeit eine ebenbürtige Auseinandersetzung, in der der Favorit aus Neulengbach schnell mit 1:0 in Führung ging. Nach dem Elfertor durch Sarah Wronski aber brachten die Vorderländerinnen den Gegner, immerhin zwölffacher Bundesligameister und zehnmaliger ÖFB-Cupsieger, gehörig ins Wanken. Und nach Foul von Wronski an Ysaura Garrido verwandelte Kapitänin Verena Müller den fälligen Strafstoß (9.). In weiterer Folge lieferten sich die beiden Frauenteams ein Duell auf Augenhöhe. Und das gegen ein Team mit vier aktuellen ÖFB-Nationalspielerinnen. Neben Wronski gehören auch Katharina Aufhauser, Sandrine Sobotka und Laura Wienroither dem erweiterten Kader an.

Erst als Valentina Schwarzlmüller aus einem Gestocher kurz nach dem Seitenwechsel der erneute Führungstreffer für die Elf aus dem Weinviertel gelang, schwanden die Kräfte bei den Heimischen.

In Unterzahl chancenlos

Als dann noch zwei Fehlpfiffe der Unparteiischen Oliva Tschohl hinzukamen, war die Partie zugunsten der Niederösterreicherinnen gelaufen. Erst übersah die Tirolerin ein klares Foul an Vorderland-Legionärin Sheila Sanchez Pose und dann schickte sie Jasmine Kirchmann mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine (65.). Damit war die Gegenwehr der Mannschaft aus Vorarlberg endgültig gebrochen. Vor allem die Offensivbemühungen in Unterzahl blieben wirkungslos – und die Konter von Neulengbach stets gefährlich. Und so kassierten die Schützlinge von Trainer Bernhard Summer in der Schlussphase noch zwei weitere Gegentore. Am Ende war das 1:4 ein klares Ergebnis, auch wenn Vorderland über weite Strecken durchaus mitzuhalten vermochte.

„Das Aus ist für uns sicherlich kein Beinbruch, auch wenn wir gerne das Endspiel erreicht hätten“, sagte Obmann Reinhard Niederländer. „Wir haben uns heute gut präsentiert. Lange Zeit lag eine Sensation in der Luft, aber so durften wir viel Erfahrung sammeln.“

Für Vorderland bleiben nun noch zwei weitere Saisonziele. So das Aufstiegsduell um einen Relegationsplatz für die Bundesliga gegen den ewigen Rivalen RW Rankweil sowie der Vorarlberger Frauencup. Auch dieser Titel fehlt dem jungen Verein noch in der Sammlung.

Vorderlands Legionärin Sheila Sanchez Pose vermochte sich immer wieder entscheidend in Szene zu setzen. Foto: Sams
Vorderlands Legionärin Sheila Sanchez Pose vermochte sich immer wieder entscheidend in Szene zu setzen. Foto: Sams

Fußball

ÖFB Ladies Cup

Halbfinale

FFC fairvesta Vorderland – NÖSV Neulengbach 1:4 (1:1)

Sportplatz Ratz-Röthis, 500 Zuschauer, SR Olivia Tschon

Torfolge: 5. 0:1 Sarah Wronski (Foulelfmeter), 9. 1:1 Verena Müller (Foulelfmeter), 46. 1:2 Valentina Schwarzlmüller, 86. 1:3 Julia Hickelsberger, 88. 1:4 Nicole Sauer

Gelbe Karten: 36. Garrido, 41. Jasmine Kirchmann (beide FFC Vorderland), 43. Hickelsberger (Neulengbach), 62. Petric (Vorderland/alle Foulspiel)

Gelb-Rote Karte: 65. Jasmine Kirchmann (FFC Vorderland/wiederholtes Foulspiel)

FFC fairvesta Vorderland: Bachmeier; Wucher (72. Schneider), Mitter, Ulacio, Petric; Jasmine Kirchmann, Rauch (79. Pomberger), Jacqueline Vonbrül, Pose; Müller; Ysaura Garrido

NÖSV Neulengbach: Lichtenberger; Aufhauser, Julia Hickelsberger, Sonja Hickelsberger, Füller (46. Kunschert), Konrath, Klein, Wronski, Schwarzlmüller (87. Gstöttner); Pireci (70. Sauer), Sobotka

Union Kleinmünchen – SKN St. Pölten 0:5 (0:4)

Sportplatz Kleinmünchen, 200 Zuschauer, SR Aufschnaiter (S)

Torfolge: 12. 0:1 Mateja Zver, 19. 0:2 Fanni Vago, 39. 0:3 Viktoria Pinther, 41. 0:4 Jasmin Eder, 55. 0:5 Gina Babicky

Finale

NÖSV Neulengbach – SKN St. Pölten 20. Mai/in Amstetten