Das Motörchen bringt Alonso zur Verzweiflung

Sport / 17.04.2017 • 18:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

McLaren-Star verzweifelt am Honda-Antrieb in seinem Wagen.

Sahkir. Fernando Alonso schnaufte, der Frust musste raus. Mal wieder. „Spaß macht das nicht, wenn du auf jeder Geraden so viel Boden verlierst. Man ist wehrlos“, sagte der Spanier – der Mund ein Strich, der Blick grimmig, die Stimmung im Keller. Das Honda-Motörchen im McLaren treibt Alonso zur Verzweiflung, längst hat er jegliche Zurückhaltung gegenüber seinem Arbeitgeber abgelegt: „Ich muss niemandem erklären, was unsere Schwäche ist.“

Auch das Wüstenrennen in Bahrain endete für Alonso – mit dem vorzeitigen Aus – in einem Debakel, für Honda war es eine Schmach. „Ich bin noch nie in meinem Leben mit weniger Power gefahren“, funkte der 35-Jährige zwischendurch vor einem Millionen-Publikum an die Box. Und wenig später in Richtung seines Renningenieurs auf die Frage nach der Strategie: „Do whatever you want, man.“ Macht doch was ihr wollt. Was für eine Demütigung.

Honda ist zum Gespött der Szene geworden, die japanische Antriebseinheit liefert nicht nur wenig Power, sie ist auch noch unzuverlässig. Alonsos belgischer Teamkollege Stoffel Vandoorne konnte in Sakhir noch nicht einmal starten – wieder einmal Probleme mit der Power Unit.„Ich wusste nicht, ob das Glück oder Pech für ihn war“, meinte Alonso vielsagend.